Dem 35-Jährigen wird vorgeworfen, seine Ehefrau Ende Februar in der gemeinsamen Wohnung erwürgt und anschließend einen Autounfall inszeniert zu haben, um die Tat zu vertuschen. Die Staatsanwaltschaft geht von Mord aus niederen Beweggründen aus - als Tatmotiv werden erhebliche Ehestreitigkeiten vermutet.

Laut Anklage fuhr der Mann die Leiche seiner Frau zu einem Acker, platzierte sie dort auf dem Fahrersitz und steuerte das Automatik-Auto vom Beifahrersitz aus in das Feld. Dort fand ein Spaziergänger die Tote und den schwer verletzten Tatverdächtigen. Der 35-Jährige lag nach Angaben eines Polizeibeamten, der am Donnerstag als Zeuge geladen war, etwa 70 Meter vom Auto entfernt im Acker. Wie er dorthin gelangte, ist nach wie vor unklar. Die Verletzungen soll sich der Angeklagte laut Staatsanwaltschaft während der Fahrt über den Acker zugezogen haben.

Zweifel an der Todesursache der Frau waren aufgekommen, weil die Schäden am Auto nicht zu einem tödlichen Verkehrsunfall passten. „Es hat keinen starken Aufprall gegeben“, sagte der Polizeibeamte. Eine Obduktion der Toten ergab, dass die Frau vermutlich gewürgt worden war und erstickte. Ein Urteil wird im Februar erwartet.