Die erste Verhandlung war geplatzt, weil eine Schöffin für befangen erklärt worden war. Die ehrenamtliche Richterin war nach einem Verhandlungstag außerhalb des Gerichtsgebäudes auf die Mutter des Opfers zugegangen und hatte sich in einem Gespräch nach dem Befinden der Familie erkundigt. Das habe die Verteidigung mitbekommen und einen Befangenheitsantrag gestellt, dem die Kammer stattgegeben habe, teilte das Gericht Ende März mit. Der Prozess, der seit Anfang November lief, beginnt nun mit neuer Schöffenbesetzung von vorne.

Der 35-Jährige wird beschuldigt, seine 30 Jahre alte Ehefrau Ende Februar vergangenen Jahres in der gemeinsamen Wohnung erwürgt und anschließend einen Autounfall inszeniert zu haben, um die Tat zu vertuschen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann Mord aus niederen Beweggründen vor. Zwölf Verhandlungstage sind vorgesehen.