Daniel Rapp kann seine zweite Amtszeit als Oberbürgermeister der Stadt Ravensburg antreten. Bei der OB-Wahl am Sonntag setzte er sich mit 92,9 Prozent der abgegebenen Stimmen gegen die einzige Herausforderin Fridi Miller aus Sindelfingen durch. Die 48-jährige Familienhelferin, die bei 50 anderen Gemeinden und Städten als Kandidatin antrat oder angetreten ist, verbuchte insgesamt 546 Stimmen, prozentual betrug der Anteil 5,1. Immerhin 225 sonstige Namen fanden sich im freien Feld des Wahlzettels.

„Sie sehen einen durchweg zufriedenen Oberbürgermeister“, sagte der 45-Jährige bei der offiziellen Bekanntgabe des vorläufigen Endergebnisses im Foyer des Ravensburger Rathauses.  Dass Amtsinhaber Daniel Rapp kaum Sorge hatte seinen Schreibtisch räumen zu müssen, war mangels Konkurrenz im Vorfeld klar. Daher richtete sich der Blick am Sonntagabend nach Schließung der Wahllokale mitunter auch auf die Wahlbeteiligung.

39.288 Bürgerinnen und Bürger waren wahlberechtigt, 28,3 Prozent gaben ihre Stimme in den 55 Wahlbezirken tatsächlich ab. „Dieser Wert ist sogar noch besser als ich erwartet habe“, kommentierte Rapp. Wahlleiter und Erster Bürgermeister Simon Blümke dankte allen Bürgern, die trotz der im Vorfeld ausgebliebenen Spannung ihre Stimme abgegeben haben. „Sie haben heute ihren Teil zur Demokratie abgegeben“, sagte Blümke, kurz bevor sich der wiedergewählte Bürgermeister vor dem Rathaus von der Öffentlichkeit und dem Ravensburger Stadtorchester beglückwünschen ließ.