Mit drei markierten Rundwanderwegen lädt Owingens Ortsteil Taisersdorf zu landschaftlich reizvollen kleinen Touren auf dem Höhenrücken des Oberen Linzgaus rund um das Dorf ein. „Das ist auch eines der Resultate aus den Workshops des Gemeindeentwicklungsprozesses Owingen 2025“, erklärt Bürgermeister Henrik Wengert. Zugleich unterstreichen die Wanderwege die touristischen Ambitionen, was Natur- und Landschaftserlebnisse für Bodenseeurlauber angeht.

Kreative Köpfe suchen tierische Namen

Die kreativen Köpfe haben den Wegen tierische Namen gegeben: Hundsrückenwanderweg, Fuchshaldenwanderweg und Krott-Wanderweg. Mit Kröten oder Fröschen hatte schon die amtliche Wegebezeichnung Untere Krott nichts zu tun, das hat die ehemalige Ortsvorsteherin Angelika Thiel etymologisch-historisch geprüft. Sie arbeitete an den Routen mit und schrieb die Erläuterungen für ein Faltblatt. „Der Ausdruck kommt wohl von einem alten Gewann-Namen“, sagt sie. Dennoch kann man im Garten von Ruth Steindl fündig werden. „Bei mir gibt es eine Kröte,“ sagt Thiels Nachfolgerin.

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Touren führen jeweils zum Ausgangspunkt zurück

Für die Gemeinde war es nicht damit getan, Schilder aufzustellen. Schließlich sollten die Touren auf einer überschaubaren Strecke jeweils zum Ausgangspunkt zurückführen. Die Länge der drei Rundwanderwege beträgt zwischen 1,7 und 2,5 Kilometer und diese führen teilweise über private Grundstücke und daran vorbei. „Wir haben mit allen betroffenen Eigentümern Verträge abgeschlossen“, sagt Henrik Wengert, „und wir sind froh, dass alle mitgemacht haben.“

Routen können auch zur Drei-Wege-Wanderungen kombiniert werden

Die einzelnen Wege seien nicht sehr lang und „ideal für einen Spaziergang in der Abendsonne“, sagt Steindl. Wer will, kann auch alle Routen zu einer Drei-Wege-Wanderung verbinden und ein ordentliches Pensum, Aachtobel und 100 Höhenmeter inklusive, absolvieren. Hilfreich bei der Orientierung ist das Faltblatt, das bei der Informationstafel am Dorfplatz unterhalb der Ringerhalle mitgenommen werden kann. Ausgewiesen sind darin auch die Stationen des historischen Rundgangs, den Angelika Thiel vor zwei Jahren mit Karl Stehle entwickelt hatte.

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