Auch in Billafingen wurde eine Fläche von abgelaufenen Doppelgräbern entlang der Friedhofsmauer für diesen Zweck freigeräumt und für die Pflanzung von zwei Bäumen vorbereitet. Eine ähnliche Lösung ist in Taisersdorf aus Platzgründen nicht möglich. Bestattungen aus Hohenbodman erfolgen ohnehin in der Regel auf dem Owinger Friedhof, auf dem Bürger aus Bambergen ihre letzte Ruhe finden können. Die erforderliche Änderung der Friedhofsatzung beriet jetzt der Gemeinderat.

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Die neue Wegeführung auf dem Owinger Friedhof ist inzwischen angelegt. Bei den Bäumen habe es bisher noch Lieferprobleme gegeben, erläuterte Regina Holzhofer vom Hauptamt der Verwaltung. Doch solle dies möglichst frühzeitig nachgeholt werden. Vorgesehen sind auf Vorschlag des Planungsbüros mehrere Amberbäume, japanische Kirschblüten und mehre Eschen der Art Fraxinus ornus. Diese Zierform ist unempfindlich gegen das weitverbreitete Eschentriebsterben.

Mit dem neu gestalteten zweiten Eingang, im hinteren Bereich des Friedhofs, wurde auch ein barrierefreie Rampe angelegt.
Mit dem neu gestalteten zweiten Eingang, im hinteren Bereich des Friedhofs, wurde auch ein barrierefreie Rampe angelegt. | Bild: Hanspeter Walter Journalist-Texte-Bilder

„Wir wollen die Bäume nicht in Reih‘ und Glied pflanzen“, betonte Holzhofer, „sondern in einer charmant natürlichen Struktur.“ Pro Baum seien jeweils 16 Urnengräber möglich, deren Pflege später von der Gemeinde vorgenommen wird. Sukzessive soll die Fläche rund um einen Baum ausgeschöpft werden. „Wichtig ist uns, dass Interessenten keinen bestimmten Baum aussuchen können“, erklärte die Hauptamtsleiterin. Die Gemeinde werde die Reihenfolge der Nutzung vorgegeben. Allenfalls wenn ein neuer Baum begonnen werde, könne gegebenenfalls auf einen Wunsch eingegangen werden. Ein Sammelgrab für Familien wie bei den Wahlgräbern ist bei dieser Bestattungsform nicht möglich.

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Um die Idee der naturnahen Bestattung abzusichern, muss ein individueller Grabschmuck spätestens nach einem Monat abgeräumt werden. Da die Pflege anschließend von der Gemeinde vorgenommen wird, soll die Gebühr für ein Urnenreihenbaumgrab bei einer Laufzeit von 20 Jahren mit 650 Euro festgesetzt werden. Für ein normales Urnenreihengrab liegt die Gebühr bei 500 Euro, da die Pflege von den Angehörigen geleistet werden muss. Mit der Fertigstellung des Areals für Baumbestattungen wird die Neugestaltung des Friedhofs abgeschlossen, die mit dem Neubau der Aussegnungshalle begonnen hatte. Geschaffen wurde inzwischen auch ein barrierefreier Zugang für Rollstuhlfahrer im rückwärtigen Bereich der Anlage.