Owingen/Herdwangen-Schönach/Hohenfels – Zum achten Mal inszenieren die drei Gemeinden Owingen, Herdwangen-Schönach und Hohenfels mit den jeweiligen Gewerbevereinen ein "Dreierlei". Das Rezept zu diesen jährlichen Netzwerkgesprächen mit Teilnehmern aus drei Landkreisen wurde im Jahr 2011 entwickelt. Eingeladen ist jeweils ein prominenter Gast als Zugpferd. Mal war es ein Multivisionsvortrag, mal ein psychologischer Vortrag über Selbstmotivation und mal ein Repräsentant aus der Wirtschaft.

Auch Austausch der Gewerbetreibenden im Mittelpunkt

Im Mittelpunkt steht außerdem die Begegnung unter den Gewerbetreibenden, das Kennenlernen und der Austausch von Erfahrungen. Bei der achten Auflage ist am Donnerstag, 25. Oktober, der Chef und Inhaber des Burladinger Textilunternehmens Trigema, Wolfgang Grupp, zu Gast im Bürgerhaus "Kultur|O". Er wird über das Thema Standortsicherung in Deutschland sprechen und Fragen dazu beantworten. Moderiert wird der Abend von Karlheinz Fahlbusch.

Kommunen und Unternehmen kommen sich näher

"Wir hatten schon ganz unterschiedliche Themen", sagt Bürgermeister Henrik Wengert. Er wird mit Helmut Haller, Vorsitzender des Gewerbevereins Owingen, Gastgeber sein. "Wir wollen damit eine Plattform für die Gewerbetreibenden bieten", betont Wengert. Inwieweit sich dadurch auch wirtschaftliche Beziehungen über die Gemeinde- und Kreisgrenzen hinweg entwickelt hätten, lasse sich nur sehr schwer aufzeigen. Auf jeden Fall seien sich die drei Kommunen und deren Unternehmen viel näher gekommen.

Helmut Haller: "Grupp ist ein Mann, der polarisieren kann"

Helmut Haller vom Gewerbeverein Owingen hat den schwäbischen Familienunternehmer als Gast auserkoren. "Ihn kennt so gut wie jeder", erklärt Haller und ist überzeugt: "Wolfgang Grupp ist ein Mann, der die Leute polarisieren kann." Ob man seine Positionen teile oder nicht: Der Burladinger sei mit seinen klaren Aussagen geeignet, auch eine Diskussion anzuregen. Der Verfechter des Produktionsstandorts Deutschland glaubt bewiesen zu haben, dass Arbeitsplätze in der Bekleidungs- und Textindustrie auch hierzulande gesichert werden können.

Unternehmer spricht zum Standort Deutschland

Deshalb hat der Gewerbeverein ihn gebeten, zum Thema "Deutschland – noch ein Standort mit Zukunft" Stellung zu nehmen. "Der Mann und das Thema ziehen hoffentlich viele Gäste an", sagt Haller. "Offensichtlich sind wir in Deutschland nicht in der Lage, ein Smartphone zu produzieren", erklärt er, "alle wesentlichen Entwicklungen in diesem Bereich erfolgen im Ausland und ohne Google, Microsoft und Apple geht kaum noch etwas in den elektronischen Medien."

Wie lassen sich Mitarbeiter gewinnen?

Grupp habe bewiesen, dass man auch in einer schwierigen Branche die Wertschöpfung in Deutschland halten könne. Haller hat um Antworten auf einige Fragen gebeten: Wie lassen sich Mitarbeiter gewinnen und wie erreicht man eine Identifikation mit dem Unternehmen? Welche Anforderungen sind besonders wichtig für einen guten Wirtschaftsstandort? Wie wichtig ist das umfassende Angebot an Handwerk, Produktion und Industrie für die künftige Entwicklung in Deutschland?

"Wichtig ist auch für mich die Begegnung mit den Kollegen aus den Nachbarkommunen", sagt Helmut Haller: "Denn der beste Weg zu einer erfolgreichen Kooperation ist eben der persönliche Kontakt." Deshalb hofft er gemeinsam mit Bürgermeister Wengert, dass wenigstens 250 Teilnehmer den Weg ins Bürgerhaus Kultur|O finden. Platz hätten 450 Gäste.

Beginn ist um 19.30 Uhr, Einlass um 18.30 Uhr. Eine Anmeldung ist erwünscht bis Montag, 22. Oktober, bei der Gemeinde Owingen, Telefon 0 75 51/8 09 40.