Owingen/Salem (hpw) Schon im Sommer hatten 13 Sechstklässler der Schule Schloss Salem im Rahmen ihrer Projekttage mehrfach den Heinz-Sielmann-Weiher besucht und aus ihren Beobachtungen einen kleinen Naturführer erstellt. Handschriftlich verfasst und mit eigenen Bildern liebevoll illustriert ist so unter der Leitung von Nicola Reiter und Dorothee Seydel ein ebenso hübsches wie informatives Heftchen entstanden. Es soll auch bei anderem Verständnis wecken für die Notwendigkeit des Biotopschutzes und Menschen zur Unterstützung motivieren. Die Schüler selbst sammelten mit ihren Arbeiten allein schon 275 Euro, die sie nun der Stiftung zugunsten der Naturschutzarbeit zur Verfügung stellen wollen.

Vor Kurzem traf sich nun ein Teil der Schülergruppe mit Peter Berthold zur symbolischen Spendenübergabe am Weiher. Dabei konnten die Schüler auch die jüngsten Nagespuren des Billafinger Bibers in Augenschein nehmen. "Ich habe ihn einmal hier sitzen sehen", erinnert sich Simon Kottmann noch an eine Begegnung mit dem Nager unmittelbar neben dem Weg. Die Schüler lernten typische Vögel und deren Stimmen kennen. Für Höhlenbrüter bauten sie Nistkästen und verkauften sie.

Gerne erinnern sie sich noch an den Morgen, als sie schon im 5 Uhr morgens den Vögeln lauschten und ihre Eindrücke mit Buntstiften und Papier festhielten. "Ein Jogger fragte sich, weshalb Kinder mit Schlafsack und Isomatten im Gebüsch saßen", ist im Weiherführer nachzulesen. Auch dass bald schon ein Dachs vorbeikam und seines Weges ging, ehe zumindest ein Teil der Gruppe den Biber zu Gesicht bekam. Enten und Störche, Graugänse und Turmfalken, Mönchsgrasmücken und Teichrohrsänger begegneten den Schülern und fanden Einzug in das selbst gestaltete Heftchen. Viele dieser Erinnerungen wurden beim Besuch am Weiher wieder wach.

Flachwassermulde für Vögel

Gut gebrauchen könne die Stiftung auch diesen Beitrag, sagte Peter Berthold den Schülern vor Ort. Auf einer angrenzenden feuchten Wiese solle demnächst noch eine zusätzliche große Flachwassermulde für Vögel entstehen, die rund 15 000 Euro kosten werde. Damit solle zugleich Ersatz geschaffen werden für eine zugewachsene Mulde, die inzwischen viele seltene Pflanzen beherberge.