Nicht immer ist die evangelische Johanneskirche bei einem Gottesdienst so voll, wie dies beim Abschluss der diesjährigen ökumenischen Kinderbibelwoche der Fall war. Schon seit rund 25 Jahren gehen mit diesem kurzweiligen Angebot im Gemeindezentrum die Sommerferien und das Kinderferienprogramm zu Ende. „Mit 50 Teilnehmern aus Owingen und Überlingen hatten wir dieses Jahr einen neuen Rekord“, resümiert Pfarrer Michael Schauber und freut sich über die große Resonanz.

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Gottesdienst mit Kochschürze und Gummiball

Die Beliebtheit der Veranstaltung dürfte nicht zuletzt an Schaubers Fähigkeit liegen, mit der Unterstützung zahlreicher Betreuer auf Kinder und Jugendliche einzugehen und ihnen mit biblischen Geschichten und Basteleien Spaß zu vermitteln. Mit Kochmütze und Schürze eröffnete der Geistliche so auch den Gottesdienst und band die gespannten Kinder von Anfang an mit ein beim Versuch, ein Ei weichzukochen. „Wenn vier Minuten nicht reichen, kochen wir es eben acht Minuten“, schlug Schauber vor und sorgte nicht nur bei den Kleinen für Lacher. Spätestens als ein Gummiball aus dem Kochtopf kam und munter durch das Gotteshaus hüpfte, lachten alle Anwesenden.

Kinder stellen Jünger Jesu nach

Überhaupt sollte das Essen eine ganz besondere Rolle spielen in diesem Gottesdienst und beim anschließenden Gemeindefest. Die Bedeutung eines gemeinsamen Mahls unterstrichen der Pfarrer und seine Mitstreiter, als die Jugendlichen die verschiedenen Charaktere der Jünger Jesu spielten und vorstellten. Der Weg zum Teilen der Speisen und zum Abendmahl war dann nicht mehr weit.

Puppenspiel begeistert Teilnehmer

Einen wichtigen Beitrag zur guten Stimmung hatten von Beginn an die munteren Lieder, die die Jungen und Mädchen gemeinsam mit den Eltern und anderen erwachsenen Besuchern sangen. Auf der Gitarre begleitet wurden sie von Tatjana und Lisa Koch. Zu Herzen ging allen auch das kleine Puppenspiel mit Emma und Eddie von Bettina Lotter, die zu den Mitbegründern der Kinderbibelwoche vor 25 Jahren gehörte und seitdem nahezu jedes Jahr an Bord war.

Gemeindefest zum Abschluss

Mit diesem Höhepunkt ging für die Kinder und ihre Betreuer eine ebenso abwechslungsreiche wie intensive Woche zu Ende. Die ganze Gemeinde nahm Anteil an den Erlebnissen, Erfahrungen und Produkten, die in dieser Zeit entstanden sind. Sei es ein handverarbeitetes Vesperbrett aus Holz oder eine bunt bemalte Schürze. Dicht gedrängt genossen die Gäste schließlich die feinen Köstlichkeiten im Gemeindezentrum.