Zwar waren die ersten Aktiven schon ab 5 Uhr zum Wecken unterwegs, doch vergaßen sie dabei glatt, die Narrenmutter Werner Gommeringer aus dem Bett zu werfen. So saß Präsident Martin I. Bartsch um 8.30 Uhr noch alleine im "Adler", während sich Narrenvater Anton Rothmund und andere Frühaufsteher am deftigen Weckfrühstück bei Ortsvorsteher Markus Veit gütlich taten. Doch die Narrenmutter ist mit 33 Dienstjahren und dem fünften Narrenvater an ihrer Seite schon routiniert genug, um nichts anbrennen zu lassen. Noch rechtzeitig zur Abfahrt mit der Kutsche stand sie mit vollem Korb bereit.

Bis um 9 Uhr füllte sich die Gastwirtschaft auch zusehends mit Zimmermännern. Dann hob Narrenpolizist Edmund "Django" Schnetter seine Schelle um das "Narri-Narro" noch instrumental zu flankieren. Michael Dreher – seines Zeichens Feuerchef und Traktorfahrer – hatte den historischen Lanz (Jahrgang 1955) mit der edlen Kutsche aus dem Hauses derer von Schreckenstein vorgefahren, um mit den Narreneltern, dem Präsidenten und dem Narrenpolizisten im Schlosse daselbst zum ersten Hausbesuch vorzufahren. Die Befreiung des Kindergartens war nur Formsache, ehe die Narren zur Schlachtplatte in die Neue Gerbe einkehrten und ihren Ortsvorsteher Markus Veit auf der Bühne in die Schranken verwiesen. Nach einem "Ceta-freien" Dorfrundgang mit musikalischen Eigenkompositionen stellte die Gilde Narrenbaum und hoffte auf sturmfreie Tage, um das Symbol nicht wie im Vorjahr schon am Rosenmontag aus Sichrheitsgründen wieder legen zu müssen. Anschließend hieß es Abschied nehmen von der Besenwirtschaft in der "Rothschen Scheune", deren Tage schon gezählt sind.