Wie wird der Rathausvorplatz in Owingen zukünftig aussehen? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Peter Fürmaier von der Planstatt Senner fasste die Ergebnisse einer in einer Klausurtagung geführten Diskussion zusammen und stellte einen ersten Entwurf der Neugestaltung vor, die allerdings nicht bei jedem Rat auf ungeteiltes Gefallen stieß.

Das könnte Sie auch interessieren

Der Platz soll nach vorgestelltem Plan einen neuen, einheitlichen Belag erhalten. In Anlehnung an das alte Rathaus biete sich hierbei ein Natursteinpflaster an, sagte Peter Fürmaier. Der derzeitige Baumbestand soll durch gezielte Neupflanzungen ergänzt werden. Um die Bäume herum sollen Gräser und Sträucher angepflanzt werden. Der alte Brunnen soll durch einen neuen ersetzt werden.

Gemeinderätin fürchtet Überfüllung

Gemeinderätin Susanne Riester kritisierte die Pläne. „Ich habe das Gefühl, der Platz ist voll mit Bäumen und Brunnen“, sagte sie. Gemeinderätin Elisabeth Matzner stellte das Natursteinpflaster infrage. „Das stellt oft für Rollstuhl- und Rollatorfahrer ein Hindernis dar“, sagte sie.

Bei der Umgestaltung der Hauptstraße müsse darauf geachtet werden, dass es sich um eine Landesstraße handelt, erläuterte Peter Fürmaier. Eine Umgestaltung sei möglich, müsse aber mit dem Regierungspräsidium abgesprochen werden. Der Planer warf die Idee in den Raum, die Einbuchtungen für die Busse zu entfernen. Busse müssten dann zwar auf der Straße halten, aber es gebe mehr Platz für andere Möglichkeiten. Kritisch sah Gemeinderat Jörg Schirm diesen Vorschlag. Wenn zwei Busse halten, „dann ist die Straße in der Zeit zu“, meinte er. Besonders bei den Schulbussen am Morgen könne das schwierig werden. Dafür sprach sich hingegen Gemeinderat Arno Schindler aus: „Ich finde das charmant, da es eine Entschleunigung gibt“, sagte er.

Die vorgebrachten Ideen und Bemerkungen werden für den weiteren Planungsprozess berücksichtigt, versicherte Bürgermeister Henrik Wengert. Im Herbst soll es dann auch eine Bemusterung geben, damit sich die Gemeinderäte ein Bild von den Gestaltungsplänen machen können.