Billafingen gehörte am Samstag ganz den Narren: An den Häusern wehten Fahnen der Narrengesellschaft Billafingen, aus den Zelten schallte laute Musik und 19 Zünfte, Narrenvereine und Guggenmusiken kamen in den Ort, um dem Narrenbaumstellen und dem Umzug am Abend beizuwohnen. Um 14.30 Uhr wurde der Narrenbaum am Dorfplatz vor dem Rathaus gestellt, der erste Höhepunkt des Tages.

Um die 50 Männer und Frauen der Zimmerergilde Winterspüren und der Riedholzer der Taubenriedgärtner Seelfingen stemmten den 27 Meter hohen Baum Stück für Stück in die Höhe. Er hatte um einige Meter gekürzt werden müssen, da sonst Stromleitungen beim Aufstellen im Weg gewesen wären, berichteten Mitglieder des Narrenvereins. Im Gegenzug wird die Narrengesellschaft Billafingen am 22. Februar in Seelfingen den Narrenbaum stellen.

"Stammbaum aller Narren" steht auf dem Schild, das am Narrenbaum angebracht wird.
"Stammbaum aller Narren" steht auf dem Schild, das am Narrenbaum angebracht wird. | Bild: Lukas Höhn

Bereits um 12 Uhr waren die Zunftmeister der eingeladenen Zünfte festlich empfangen worden. Sie und ihre Zünfte spenden jedes Jahr Geld für einen gemeinnützigen Zweck. Dieses Jahr bleibt das Geld im Dorf, es kommt dem Kindergarten zugute. „Sie bauen eine Kletterbank zur Schulung der motorischen Fähigkeiten der Kinder. Normalerweise würde das außerhalb des Budgets liegen, deshalb unterstützen wir sie da“, erklärte der Präsident der Narrengesellschaft, Martin Bartsch. Die Kletterbank werde so unter anderem aus den Einnahmen des Zunftmeisterempfangs finanziert.

Den gesamten Tag über herrschte reges Treiben im Dorf und fast jeder war im Kostüm unterwegs, ob als Einhorn, Clown oder in Zimmermannskluft. Am Abend fand der Umzug zum „60+1-jährigen Jubiläum der Narrengesellschaft Billafingen" statt.

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