Owingen – Mit der neuen Aussegnungshalle hat der Owinger Friedhof im vergangenen Jahr einen markanten Orientierungspunkt erhalten und ein funktionelles Zentrum, das allerdings am Rande angesiedelt ist. Daran soll sich bald auch die Struktur des ganzen Friedhofs orientieren, wenn es nach dem Entwurf der aktuellen Gesamtkonzeption des Büros 365 Grad Freiraum und Umwelt geht, das Miriam Lorenz dem Gemeinderat vor Ort vorstellte und erläuterte. Vor diesem Hintergrund bot es sich geradezu an, im Zuge der Besichtigung auch den Beschluss gleich im Schatten der Aussegnungshalle zu fassen.

Hauptachse und Zugang werden verlegt

Planerin Miriam Lorenz und Bürgermeister Wengert erläuterten das Konzept anhand von Plänen.
Planerin Miriam Lorenz und Bürgermeister Wengert erläuterten das Konzept anhand von Plänen. | Bild: Hanspeter Walter

Einstimmig befürwortete das Gremium die Konzeption, deren auffälligstes Element die Verlegung der Hauptachse auf die Verbindung zwischen dem Haupteingang ins Gebäude und dem künftig Zugang zum Friedhof von den Parkplätzen aus sein wird. Dem Weg, der etwas breiter ausgebaut werden wird, ist derzeit noch ein letztes Grab im Weg, dessen Beseitigung nach dem bevorstehenden Ablauf der Nutzung allerdings schon mit den Angehörigen abgestimmt wird. Neu gestaltet wird in diesem Zuge auch das Tor zum Friedhof, das hier noch über mehrere Treppenstufen führt.

Barrierefreier Eingang und neue Zufahrt für Fahrzeuge

Unter anderem deshalb wird in der anderen Ecke auch der Nordzugang neu gestaltet. Hier wird zum einen ein barrierefreier Eingang für Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer geschaffen, wie Lorenz vor dem Gemeinderat erläuterte. Zum anderen wird eine Zufahrt für Fahrzeuge von Dienstleistern entstehen, die komplizierte Wendemanöver überflüssig macht, die derzeit auf der zentralen Rasenfläche noch vollzogen werden müssen.

Vier Grabfelder, unter anderem für Bestattung unter Bäumen

An dieser Stelle hat die Planerin vier Grabfelder vorgesehen, die von einem kreuzförmig geführten Weg getrennt werden. "In einem Bereich soll eine Bestattung unter Bäume ermöglicht werden", erklärte Miriam Lorenz. Für derlei Formen steige der Bedarf überall. "Sehr gut", kommentierte Gemeinderat Rudolf Fischer dieses Vorhaben. Susanne Riester aus Billafingen bestätigte das wachsende Interesse daran aus ihrem Teilort. Riesters Anliegen war, dass schon frühzeitig größere Bäume für diesen Zweck gepflanzt würden.

Müllsammelstellen werden neu konzipiert

Überarbeitet und neu konzipiert werden auch die Müllsammelstellen auf dem Friedhof. Eine Reduktion der Zahl und eine Konzentration bei den drei Wasserstellen erschien auch Bürgermeister Henrik Wengert als ebenso funktionale wie sinnvolle Lösung.

Fünf Maßnahmen für zusammen rund 190 000 Euro

In einer ersten Kostenschätzung bezifferte Planerin Miriam Lorenz die fünf Maßnahmen zusammen auf rund 190 000 Euro. Dabei wies der Bürgermeister darauf hin, dass die Grundkonzeption weiter überarbeitet und sukzessive umgesetzt werden könne. Der Grundsatzbeschluss ermögliche zum einen, die erforderlichen Mittel im kommenden Haushalt einzuplanen und gegebenenfalls schon im kommenden Herbst mit einigen Pflanzungen zu beginnen, die sich als sinnvoll und wichtig erwiesen.