Albin und Erika Barth feierten in Billafingen diamantene Hochzeit. Im Januar 1960 gaben sich der im badischen Billafingen geborene Albin Barth und die aus dem nahen hohenzollerischen Selgetsweiler stammende Erika Lutz in der Basilika Birnau das Jawort. Der 60. Hochzeitstag war in jüngster Zeit nicht der einzige Grund zum Feiern: Albin Barth ist Mitte November 80 Jahre alt geworden. Beide Anlässe feierte das Paar mit seinen vier Kindern Hubert, Ilona, Andreas und Alexandra und deren Familien, aber auch weitere Verwandte und Freunde der über Billafingen hinaus bekannten Eheleute gratulierten.

Kinder leiten heute Firma Bau Barth

Albin Barth ist als Zimmerer und als Geschäftsmann bekannt. Aus seiner Billafinger Baufirma Albin Barth ist jetzt im Owinger Gewerbegebiet Henkerberg das Unternehmen Bau Barth geworden, das seine Kinder leiten. Zehn Jahre lang beriet Albin Barth zudem als Owinger Gemeinderat über die öffentlichen Belange. Noch länger war er im Billafinger Ortschaftsrat aktiv. Bei vielen Vereinen und in der CDU ist er Mitglied.

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Den Rücken gestärkt in Familie, Geschäft und Öffentlichkeit hat ihm stets seine Frau Erika. Sie arbeitete zunächst am Standort Hohenfels der Schule Schloss Salem und später bei Schiesser in Stockach.

Paar lernte sich beim Tanzen kennen

Bei einem Festgottesdienst in der St.-Mauritius-Kirche, den Pfarrer Bernd Walter und vier Ministrantinnen gestalteten, blickte das Paar zusammen mit Familie und Freunden auf die zurückliegenden sechs Jahrzehnte Ehe zurück.

Pfarrer Bernd Walter begrüßt vor der Kirche in Billafingen das Jubelpaar.
Pfarrer Bernd Walter begrüßt vor der Kirche in Billafingen das Jubelpaar. | Bild: Theo Wieland

In der „Neumühle“ hatten sich die beiden beim Tanzen kennengelernt, „zwei, drei Jahre vor unserer Heirat“, so Albin Barth. Er trat beruflich in die Fußstapfen seines Vaters Paul, der Zimmerer war. Mittlerweile sind die Barths eine Zimmererfamilie in der vierten Generation.

Pfarrer Bernd Walter segnet Erika und Albin Barth.
Pfarrer Bernd Walter segnet Erika und Albin Barth. | Bild: Theo Wieland

Hürden am Anfang der Selbstständigkeit

Als Albin Barth sich im Bausektor selbstständig machte, mussten der Jungunternehmer und seine Frau kräftig zupacken: Einen Telefonanschluss gab es Anfang der 1960er Jahre für die ersten drei Jahre nur im Zweierverbund, ansonsten musste der „Adler“ aushelfen, erinnert sich das Paar.

Prägende Erlebnisse mit den Eltern

Der erste Urlaub am Königsee sei ein Geschenk der Kinder zur Silberhochzeit gewesen. Und als Sohn Hubert sich im Alter von fünf Jahren ein „Fahrrädle“ wünschte – sichtlich bewegt sprach er bei der Feier auch stellvertretend für seine Geschwister voller Dankbarkeit über prägende Erlebnisse mit den Eltern – habe es geheißen: „Mir bruchet aber dringend e Kreissäg“.

„Es ist, was es ist – die Liebe“

Enkelin Jennifer erinnerte daran, was die diamantene Hochzeit für ihre Großeltern bedeute: „Es ist, was es ist – die Liebe.“ Pfarrer Walter fasste zusammen: „Wer nur an sich selber denkt, kommt nie beim anderen an.“