Benjamin Weil aus Taisersdorf und Markus Kaltenstadler aus Pfullendorf sind die glücklichen Ersten gewesen, die beim Duathlon in Owingen am Sonntag kurz nach 11 Uhr über die Ziellinie fuhren. Bei dieser fast schon legendären Sportveranstaltung, sie fand heuer zum 14. Mal im Rahmen des dreitägigen Feuerwehrfests statt, gibt es keine Siegerehrung. Vielmehr werden die ausgesetzten Preise unter allen Teilnehmern verlost.

Freizeitsportler messen Zeit selbst

Erste im Ziel: Benjamin Weil aus Taisersdorf und Markus Kaltenstadler aus Pfullendorf.
Erste im Ziel: Benjamin Weil aus Taisersdorf und Markus Kaltenstadler aus Pfullendorf. | Bild: Petra Hofmann

Es wird offiziell auch keine Zeit gestoppt. "Doch viele der ambitionierten Freizeitsportler messen ihre Zeit natürlich per GPS selbst", verrät Helmut Endres, der frühere Kommandant der Feuerwehr, der jetzt für den Duathlon zuständig ist. Daher könne man hier die Zeit der zwei Gewinner Benjamin Weil und Markus Kaltenstadler angeben: 20 Minuten für die fünf Kilometer lange Laufstrecke und 36 Minuten für die 22,5 Kilometer lange Radstrecke.

Manche waren ein paar Meter zu viel oder zu wenig unterwegs

Man munkelt, dass ein paar Aktive eventuell ein paar Meter zu viel oder zu wenig unterwegs waren, wegen fehlender Streckenposten und manchmal wohl nicht ganz klar erkennbarer Streckenführung. "Doch das ist eigentlich unerheblich", sagte der Kommandant der Owinger Feuerwehr, Matthias Pasewaldt: "Wir verlangen kein Startgeld. Spaß und Freude an der Bewegung in Verbindung mit dem schönen Fest stehen im Vordergrund."

Preise unter allen Teilnehmern verlost

Gerd Eschenfelder (links) von der Freiwilligen Feuerwehr Überlingen-Bamberg suchte sich als Gewinn den Fußball aus. Helmut Endres hatte zuvor Eschenfelders Teilnehmernummer 121 verkündet, die seine zwei Enkelinnen Smilla und Lotta gezogen hatten.
Gerd Eschenfelder (links) von der Freiwilligen Feuerwehr Überlingen-Bamberg suchte sich als Gewinn den Fußball aus. Helmut Endres hatte zuvor Eschenfelders Teilnehmernummer 121 verkündet, die seine zwei Enkelinnen Smilla und Lotta gezogen hatten. | Bild: Petra Hofmann

So sehen das auch die Sportler. Ansgar Bühler aus Überlingen mit der Nummer 92 fühlte sich als "Sieger der Herzen", wie er es ausdrückte. "Wir sind just for fun dabei", "es kostet kein Startgeld", "wir haben keine lange Anfahrt" und "es ist einfach eine schöne Veranstaltung", erklärten Johannes Günzel aus Überlingen, Udo Eirich aus Salem, Lars Vollmer aus Neufrach und Caro, Falko, Dieter und Susanne Bergmaier aus Owingen. Dieter Bergmeier war von den acht Nordic-Walking-Teilnehmern derjenige, der als Erster im Ziel ankam.

Warten auf Ehefrau und Sohn

Familie Zittlau aus Owingen und Nußdorf hatte Spaß beim Duathlon.
Familie Zittlau aus Owingen und Nußdorf hatte Spaß beim Duathlon. | Bild: Petra Hofmann

Der Duathlon in Owingen wurde auch als Familienausflug und Vereinsgaudi genutzt. Christian Zittlau aus Owingen wartete zusammen mit seiner Schwiegertochter und zwei Enkeln auf die sportliche Ehefrau und den aktiven Sohn, während zehn Feuerwehrmänner aus Überlingen-Bamberg "bei der tollen Streckenführung und der sehr schönen Veranstaltung" gemeinsam Spaß hatten.

Spaß auch abseits der Strecke

Luis mit seinem Vater Oliver Daiber aus Owingen am Ende der Hüpfburg-Rutsche.
Luis mit seinem Vater Oliver Daiber aus Owingen am Ende der Hüpfburg-Rutsche. | Bild: Petra Hofmann

Der jüngste der 65 Teilnehmer war neun Jahre und der älteste 65 Jahre. Viele waren zum ersten Mal dabei, ein paar auch schon das dritte oder vierte Mal. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch die Musikkapelle Owingen im voll besetzten Veranstaltungssaal des Kultur/O, mit Mittagessen, Kaffee und Kuchen, Wasserspielen, Kinderschminken und einer Hüpfburg für die ganz jungen Besucher.

Das Fest in Owingen begann bereits am Samstagabend mit einer Schlagerparty und ging am Montagabend mit dem Feierabendhock der Jugendkapelle des Musikvereins Owingen zu Ende.