An verschiedenen Stellen in Oberteuringen gab es jüngst Vorfälle von Vandalismus. Neben den Rampen beim Skaterplatz und Stromkästen wurde beispielsweise auch die Wand des Kassenhauses am Sportplatzgelände von Unbekannten mit Graffiti besprüht. Hinzu kamen weitere Graffitis in der Hermann-Hesse-Straße sowie im Neubaugebiet Pfaffenberg-Süd.

Überflüssiger Vandalismus in Oberteuringen: Einige Flächen wurden wie am Eingang zum Sportplatz mit unschönen Graffitis beschmiert.
Überflüssiger Vandalismus in Oberteuringen: Einige Flächen wurden wie am Eingang zum Sportplatz mit unschönen Graffitis beschmiert. | Bild: Claudia Wörner

Kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat

Die Gemeinde weist darauf hin, dass es sich bei den Schmierereien nicht um ein Kavaliersdelikt, sondern um Sachbeschädigung und somit um eine Straftat handelt. „Deshalb erstatten wir in solchen Fällen konsequent Anzeige und empfehlen dies auch Bürgern, deren Hauswände oder andere Flächen besprüht wurden“, sagt Bürgermeister Ralf Meßmer.

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Er geht davon aus, dass eine Gruppe eher junger Leute mit Sprühdosen durch den Ort gezogen sei. Seien die jüngsten Graffitis doch zeitgleich aufgefallen beziehungsweise bei der Gemeinde gemeldet worden. „Aber wir können das nicht zu 100 Prozent sagen und leider verläuft sich die Suche nach den Sprühern oft im Sand“, so Meßmer.

Bürgermeister: „Letztendlich zahlt der Steuerzahler“

Über die Höhe der Kosten zur Restaurierung der beschmierten Fläche lässt sich nichts sagen. So werden an dem Stromhäuschen hinter dem Gasthaus „Die Post“ irgendwann ehrenamtliche Stunden anfallen, um das Autogramm des Beschmierers zu übermalen. „Die Reinigung der Gemeindeflächen zahlt letztendlich der Steuerzahler“, betont der Bürgermeister.

Die Gemeinde überlegt noch: Möglicherweise bleiben die unerwünschten Graffitis auf der Oberteuringer Skaterbahn.
Die Gemeinde überlegt noch: Möglicherweise bleiben die unerwünschten Graffitis auf der Oberteuringer Skaterbahn. | Bild: Claudia Wörner

Ob dies den Graffitikünstlern bewusst oder schlichtweg egal sei, lasse er dahingestellt. Auf der Skaterbahn hat der Bauhof bereits geprüft, ob die Bahnen durch die Graffitis rutschig geworden seien. „Wir werden sie nicht unbedingt entfernen“, so Meßmer.

Dieses Autogramm hat auf dem Stromhäuschen neben dem Oberteuringer Gasthaus „Die Post“ nichts zu suchen.
Dieses Autogramm hat auf dem Stromhäuschen neben dem Oberteuringer Gasthaus „Die Post“ nichts zu suchen. | Bild: Claudia Wörner
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Geplante Graffiti-Aktion als Lösung?

Gefühlt laufe jedes Jahr jemand durch die Gemeinde, um Wände, Stromkästen und andere Flächen zu beschmieren. „Das ist aufwändig und total überflüssig“, stellt Ralf Meßmer fest. Eine geplante Graffiti-Aktion, zum Beispiel an der Skaterbahn, hält er grundsätzlich für eine gute Idee. „Aber ich glaube eher nicht, dass wir damit die Leute ansprechen würden, die wir aktuell suchen.“