Die Rotach ist gewissermaßen der Gebirgsfluss unter den Bodensee-Zuflüssen: Auf nur 39 Kilometern hat sie ein Gefälle von rund 370 Metern und das gesamte Pfrunger Ried als Quellgebiet – da steckt schon eine recht ordentliche Macht dahinter. Ihr schnelles Wasser diente einst 22 Mühlen als Energielieferant – und schuf nebenher ein ausgesprochen idyllisches Tal, das sich über Oberteuringen und Ittenhausen bis an das Bodenseeufer erstreckt.

Der Wasserfall an der Reinachmühle ist zu jeder Jahreszeit ein faszinierendes Ziel – und wenn man Glück hat, trifft man auch auf ...
Der Wasserfall an der Reinachmühle ist zu jeder Jahreszeit ein faszinierendes Ziel – und wenn man Glück hat, trifft man auch auf einen stillen Gefährten wie diesen Schneemann. | Bild: Thomas Kapitel

Und der Spazierweg an ihrem westlichen Ufer ist eines der schönsten Naturerlebnisse in der Region um Friedrichshafen: An ein paar Mühlen kommt man sogar direkt vorbei.

Vorbei an einem sagenumwobenen Ort

Wer an der hübsch restaurierten Ittenhauser Mühle parkt, muss nur durch das dortige Betonwerk gehen und befindet sich schon mittendrin in der schönsten Flusslandschaft. Am Gegenhang ist das „Gehrenmännlesloch“ zu sehen, eine Höhle im weichen Sandstein, in der die Sagengestalt Gehrenmännle, nach der sich auch eine Gruppe der Ailinger Narrenzunft benannt ist, einst gehaust haben soll. Der Weg führt an einer historischen Lohmühle aus dem 18. Jahrhundert vorbei, bevor es bei der Reinachmühlenbrücke über die Straße geht.

An der Brücke zum Wasserfall ist der Weg rechts Richtung Weilermühle derzeit wegen eines Erdrutschs gesperrt.
An der Brücke zum Wasserfall ist der Weg rechts Richtung Weilermühle derzeit wegen eines Erdrutschs gesperrt. | Bild: Thomas Kapitel

500 Meter weiter ist der Weg zur Weilermühle zurzeit leider seit einem Erdrutsch gesperrt. Also geht es rechts über die Holzbrücke zur eigentlichen Attraktion: dem Wasserfall am Mühlenwehr. Hier kann man mit Kindern und Hunden richtig Spaß haben – aber bitte nicht auf die Wehranlagen klettern, das ist gefährlich und außerdem auch verboten. Am Wehr führen Treppen hinauf in den Schlättleswald, der Blick von der Klippe hinab auf Flussschleife und Fischtreppe ist atemberaubend.

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Der Rückweg führt Richtung Weilermühle, nach dem Wald entweder rechts mit Blick auf Alpen und Haldenbergkapelle nach Ailingen, die Straße Wolfenesch vorbei am BayWa-Obstgroßmarkt und zurück zur Ittenhauser Mühle. Oder man nimmt die ausgedehnte Version über Weilermühle und Unterlottenweiler, dann in Ailingen am Hotel Adler rechts entlang zum Wolfenesch.

Museum Ravensburger ist eine Erlebniswelt für die ganze Familie

Sollte das Wetter zu schlecht sein zum Wandern, lohnt ein Abstecher nach Ravensburg: Im alten Patrizierhaus beim Obertor lädt das Museum Ravensburger auf drei Etagen zu einem interaktiven Ausflug in die Welt von Memory, Malefitz und weiteren Spielen ein. Wie ein Spiel entsteht, sieht man hier am Beispiel von „Das verrückte Labyrinth“. Und auch diese Fragen werden beantwortet: Warum passt ein Puzzleteil ins andere? Wie fühlt man sich als Spielfigur auf dem Spielfeld?

Gerade für die Kleinen bietet das Museum Ravensburger viele Abenteuerreisen quer durch die Welt der Spiele.
Gerade für die Kleinen bietet das Museum Ravensburger viele Abenteuerreisen quer durch die Welt der Spiele. | Bild: Museum Ravensburger

Besucher können die moderne Spielewelt von heute erkunden, wobei die Audioguides mit lustigen Anekdoten zu empfehlen sind. Zu sehen ist hier aber auch der Schreibtisch von Firmengründer Otto Maier, an dem er anno 1884 sein erstes Brettspiel „Reise um die Welt“ entwickelte.

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Faszinierend ist die Welt der Bücher, von den Jugendbüchern aus dem Otto Maier Verlag bis zur erfolgreichen Kindersachbuch-Reihe „Wieso? Weshalb? Warum?“. Im Nest des Leseraben kann geschmökert und in der Spielelounge ausprobiert werden. Und die Wimmelbücher von Ali Mitgutsch gibt es im Museum als begehbare XXL-Version.