Ausgelassen feiern, gemütlich zusammensitzen, Leute treffen, die man schon lange nicht mehr gesehen hat und Festzeltatmosphäre genießen konnten die Besucher des ersten Blütenfests in Oberteuringen seit 2019. Der Musikverein hatte sich kräftig ins Zeug gelegt und an vier Tagen ein Programm für alle Altersstufen auf die Beine gestellt.

Fröhlicher Frühschoppen am 1. Mai: Blütenfest des Musikvereins in Oberteuringen.
Fröhlicher Frühschoppen am 1. Mai: Blütenfest des Musikvereins in Oberteuringen. | Bild: Claudia Wörner

„Ein Gefühl von Freiheit“

Kaum einen freien Platz gab es beim Frühschoppen am 1. Mai, zu dem die Gastgeber von der Trachtenkapelle Oberteuringen unter der Leitung von Fabian Zürn aufspielten. Sowohl Teuringer Bürger als auch Ausflügler freuten sich nach dem ökumenischen Festgottesdienst über Musik, Essen, Bier und alles, was zu einem Fest der Blasmusik dazu gehört. „Super, dass endlich mal wieder ein Fest stattfindet. Das gibt uns ein Gefühl von Freiheit“, sagte Yvonne Jehle, die mit ihren Freunden vom Musikverein Wilhelmskirch zum Blütenfest gekommen war. Manchmal beschleiche sie schon ein etwas mulmiges Gefühl angesichts der vielen Festbesucher, meinte Rebecca Käppler aus Friedrichshafen. Ihre Kinder Pia und Manuel hatten auf dem kleinen Rummelplatz sichtlich Spaß in der Schiffschaukel. „Im Grunde ist es aber gut, dass es wieder Feste gibt“, fügte sie hinzu.

Kaffee und Kuchen im Festzelt beim Blütenfest: Um die 60 selbst gebackene Kuchen hatten Petra Keller (links) und Gaby Etzel im Angebot.
Kaffee und Kuchen im Festzelt beim Blütenfest: Um die 60 selbst gebackene Kuchen hatten Petra Keller (links) und Gaby Etzel im Angebot. | Bild: Claudia Wörner

Gute Stimmung herrschte am Sonntag auch bei den Musikern der Trachtenkapelle. „Sie freuen sich so, dass sie endlich mal wieder bei einem Frühschoppen im Festzelt spielen dürfen“, sagte Vorsitzender Felix Metzger. Sind doch drei Jahre seit dem zuletzt gefeierten 59. Blütenfest vergangen und die Jubiläumsauflage musste coronabedingt immer wieder verschoben werden. Das Fest sei von A bis Z super gelaufen. „Das lässt sich fast nicht in Worte fassen.“ Viele Gäste hätten sich bei den Mitgliedern des Musikvereins und den Helfern der Freiwilligen Feuerwehr dafür bedankt, dass gefeiert wurde. „Die Leute sind nach der langen Zeit einfach froh, dass sie wieder zusammensitzen und sich treffen können.“

Endlich wieder hoch hinaus: Pia und Manuel aus Friedrichshafen genossen den Flug in der Schiffschaukel.
Endlich wieder hoch hinaus: Pia und Manuel aus Friedrichshafen genossen den Flug in der Schiffschaukel. | Bild: Claudia Wörner

Bedenken waren schnell verflogen

Im Vorfeld habe man sich im Vorstand schon die Frage gestellt, wie die Resonanz auf das Blütenfest ausfallen werde. „Aber nach einer Stunde beim Vesperhock am Donnerstag mit rund 800 Gästen waren alle Bedenken verflogen und es wurde klar, dass dieses Blütenfest ein ganz besonderes Fest wird“, zog der Vorsitzende ein erstes Resümee. Mit Musik der Jugendkapelle und der Trachtenkapelle stand der erste Abend ganz im Zeichen der Volksmusik. Am Freitag- und Samstagabend verwandelte sich das Festzelt mit den Bands „Dirndlknacker“ und „Freibier“ in eine ausgelassene Partyzone. „Mit jeweils 2000 Besuchern waren wir an beiden Abenden ausverkauft“, berichtete Metzger. Echte Musik sei dem Verein wichtig und komme beim Publikum offensichtlich an.

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Rund 250 Helfer waren beim Blütenfest vom Zeltaufbau über Bierausschank und Essensverkauf bis zum Abbau im Einsatz. Um die 60 Kuchen und Torten wurden im Vorfeld gebacken. Außerdem engagierten sich die Kinder der Jugendkapelle am Waffelstand.

Ein Prosit der Gemütlichkeit beim Blütenfest: Am 1. Mai feierte der Musikverein Oberteuringen unter der Leitung von Fabian Zürn mit ...
Ein Prosit der Gemütlichkeit beim Blütenfest: Am 1. Mai feierte der Musikverein Oberteuringen unter der Leitung von Fabian Zürn mit seinen Gästen im Festzelt. | Bild: Claudia Wörner
Ein großes Fest braucht viele fleißige Hände: Maximilian Upp half am Waffelstand.
Ein großes Fest braucht viele fleißige Hände: Maximilian Upp half am Waffelstand. | Bild: Claudia Wörner