Fakt sei, dass aktuell niemand Eigentümer der Kapelle St. Georg sei, erläuterte Bürgermeister Ralf Meßmer. Bis zu seiner Auflösung habe der Georgsverein für ihren Unterhalt gesorgt. „Ich habe den Eindruck, dass die Neuhauser zu ihrer Kapelle stehen“, sagte Meßmer, der vor der notwendigen Sanierung die Eigentumsverhältnisse geklärt wissen will.

Angesichts der hohen Kosten müsse er mit sich ringen, sagte Maximilian Eppler (CDU). „Wir haben eigentlich andere wichtige Aufgaben.“ Johannes Keller (Freie Wähler) betonte, dass es sich bei der Kapelle um ein Denkmal handle. „Die Sanierung ist den Leuten, die mit der Kirche nichts am Hut haben, zwar schwer zu vermitteln, aber es wäre schade und unseren Vorfahren gegenüber beschämend“, argumentierte er. Auch Alexander Reuter (FDP) sieht die Gemeinde in der Verantwortung, das historische Erbe zu erhalten.

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Udo Fritz (Freie Wähler) äußerte den Eindruck, dass sich die Kirche, die keinen Eigentumsanspruch auf die Kapelle anmeldet, aus der Verantwortung stehle. „Ich habe Probleme, wenn die Gemeinde eine Kapelle kauft. Andererseits handelt es sich um ein ortsprägendes Gebäude“, sagte Fritz und plädierte für ein Nutzungskonzept. Sein Fraktionskollege Eugen Rueß regte an, neben der Kapelle einen kleinen Dorfplatz zu gestalten. Für Franz Keller (CDU) ist die Sache klar: „Die Kapelle ist christliches Kulturgut und dient der Identifikation mit unserer Vergangenheit. Man sollte nicht aufs Geld schauen.“

Die Räte sprachen sich einstimmig dafür aus, dass die Gemeinde Eigentümerin der Kapelle wird. Jedoch unter der Prämisse, dass im Vorfeld zusammen mit der Kirche ein Nutzungskonzept und genaue vertragliche Vereinbarungen erarbeitet werden.