„Wir wollen neben demenziell erkrankten Menschen in Oberteuringen alle erreichen, die Hilfe oder Gesellschaft im Alltag brauchen“, sagt Sylvie Beck, die sich im Gebiet Bachäcker engagiert. Und das möglichst niederschwellig und unkompliziert. Man könne davon ausgehen, dass die Hemmschwelle, sich bei Menschen aus der Bürgerschaft zu melden, deutlich geringer sei, als bei ihr im Büro für Gemeinwesenarbeit, meint die Inklusionsbeauftragte Annika Taube. „Ziel ist, dass Menschen so lange wie möglich in ihrem häuslichen Umfeld leben können“, erklärt Taube. Gedacht sei im Rahmen von „Füreinander sorgen in Oberteuringen“ zum Beispiel an gemeinsame Spaziergänge oder eine Tasse Kaffee, Hilfe bei Einkäufen oder Begleitung zu einer Veranstaltung.

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„Es geht nicht darum, einfach zu fragen ‚Wie geht es dir‘, sondern ums Zuhören und darum, bei Problemen weiterzuvermitteln“, sagt Wolfgang Syré, zuständig für den Pfaffenberg. Maria Eutinger vom Teilort Bibruck geht es vor allem darum, die Menschen im Alter nicht alleine zu lassen. „Sie sollen weiterhin Lust und Freude am Leben haben.“ Bei Werner und Sabine Schulmayer hat sich zum Beispiel ein Mann gemeldet, der auf den Rollstuhl angewiesen ist und sich wünscht, dass ab und zu jemand mit ihm spazieren geht.

Der frisch gedruckte Flyer liegt in der Gemeinde aus. Gefördert wird die Initiative „Füreinander sorgen in Oberteuringen“ über drei Jahre mit 30 000 Euro durch das Bundesprogramm „Lokale Allianz für Menschen mit Demenz“. Ansprechpartnerin sowohl für Menschen, die Hilfe benötigen, als auch für weitere potenzielle Ehrenamtliche ist Inklusionsbeauftragte Annika Taube, Tel. 0 75 46/2 99 65 oder E-Mail annika.taube@oberteuringen.de.