Nach wie vor sammelt Markus Nieding für die vom russischen Angriffskrieg gebeutelten Menschen in der Ukraine, insbesondere Hilfshüter für Frauen und für Kinder. „Die Spendenbereitschaft hat inzwischen leider nachgelassen“, stellt der 53-jährige selbstständige Handwerker fest.

Ein gewisses Verständnis habe er, sei dies doch der aktuellen Situation in Verbindung mit den vielen Unsicherheiten in Deutschland geschuldet. „Wir wollen aber trotzdem weiter dranbleiben“, sagt Nieding. „Wir“ heißt in dem Fall er selbst und seine Kontaktpersonen vor Ort in der Ukraine.

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Ein ehemaliger Kollege von Nieding ist vor rund zwei Jahren zurück in sein Heimatland gegangen und der bestücke dringend benötigte Hilfspakete für Mütter und Kinder, erzählt der 53-Jährige weiter. Niedings Lebenspartnerin Yuliia Mykhailenko – sie stammt aus der Ukraine – hat mit Nataliia Demchenko eine langjährige Bekannte, die seit 2014 Menschen in den von Russland annektierten Gebieten unterstützt. „Bei Kriegsausbruch dachte ich, wenn die Ukrainer vor Ort unterstützen, dann können wir das hier zehn Mal“, sagt der 53-jährige selbstständige Handwerker über seine immer noch ungebrochene Motivation.

Mit Hilfsgütern erneut in Richtung Ukraine

Bei jedem Transport brachte Markus Nieding flüchtende Menschen aus der Ukraine auf dem Rückweg nach Deutschland, insgesamt 40, wie er erzählt. „Ihre Unterkunft haben wir vorher organisiert. Es lief alles über Bekannte“, berichtet er. Sobald er wieder genügend Hilfsgüter beisammen hat, geht es mit dem Lastwagen erneut los in die Ukraine. Komme nicht so viel zusammen, dann eben mit dem Transporter, so Nieding.

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„Ich fahre immer mit, um zu sehen, dass die Hilfsgüter wirklich dort ankommen, wo sie hin sollen“, betont Markus Nieding. Die Unterstützung der notleidenden Menschen in der Ukraine treibt ihn täglich an und gehört aktuell zu seinem Leben wie die tägliche Arbeit. „Es gibt jeden Tag etwas zu organisieren.“