Markus Fakler vom gleichnamigen Architekturbüro in Kressbronn stellte den ersten Entwurf vor. Im Anbau an der Nordseite des Feuerwehrhauses sollen Lagerflächen für die Rollwägen, Schläuche und Feuerwehranhänger entstehen. Für Umkleideräume mit Duschen, eine größere Atemschutzwerkstatt und einen Trocknungsraum ist ein weiterer Anbau an der westlichen Gebäudeseite geplant. „Hier befindet sich auch der neue Alarmeingang, der im Inneren zentral in die Fahrzeughalle führt“, erläuterte Fakler. Den Lagerraum für das Notstromaggregat hat er im nordwestlichen Bereich des Gebäudes vorgesehen. Die Hallenteile sollen so groß geplant werden, dass in Zukunft Platz für ein weiteres Feuerwehrfahrzeug ist. Den notwendigen zweiten Fluchtweg vom Obergeschoss ins Freie hat Architekt Fakler an der Nordseite des Gebäudes geplant.

Bürgermeister Ralf Meßmer betonte, dass die notwendigen mindestens 31 Parkplätze noch nicht Teil der Planung seien. Der Grund: Für den idealen Standort hinter dem Feuerwehrgerätehaus müsste die Gemeinde zunächst Grundstücke erwerben. Der Vorteil für diesen Standort ist offensichtlich, käme es im Einsatzfall bei dieser Variante doch nicht mehr zu möglichen Engpässen an der gemeinsamen Zufahrt mit dem Wertstoffhof des Bauhofs.

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Etwa 100 000 bis 120 000 Euro Einsparpotential würde ein Treppenlift als Alternative zu einem Aufzug ins Obergeschoss mit sich bringen. „Der Gemeinderat muss sich entscheiden, welchen Anspruch er an die Barrierefreiheit hat“, gab Maximilian Eppler (CDU) zu bedenken. Da es sich um einen Zweckbau handle, müsse das Feuerwehrhaus nicht barrierefrei sein, entgegnete Bürgermeister Meßmer mit Blick auf einen eher knappen Haushalt. Sabine Müller (CDU) erinnerte daran, dass die Diskussionen rund um den Anbau des Feuerwehrhauses bereits vor fünf Jahren begonnen haben. „Wir haben das Projekt im Haushalt jahrelang geschoben. Jetzt hoffe ich auf einen guten Konsens“, sagte die Fraktionsvorsitzende.

Ohne Grunderwerb belaufen sich die geschätzten Kosten für den An- und Umbau des Feuerwehrgerätehauses auf rund 2,41 Millionen Euro. Für ihn sind in der Kostenschätzung rund 40 000 Euro eingestellt.