Zwei Bebauungspläne standen im Gemeinderat Oberteuringen auf der Tagesordnung. Beim Bebauungsplan „Staffelbild“ geht es um die Möglichkeit der Nachverdichtung auf einer bisherigen Grünfläche. Für den „Rebhuhnweg“ liegen bereits die Stellungnahmen der Behörden und Bürger vor. Axel Philipp vom Ingenieurbüro Gfrörer präsentierte sie. Bürgermeister Ralf Meßmer sprach mit Blick auf die Teiländerung von zwei Flurstücken innerhalb des Bebauungsplans „Staffelbild“ von einer klassischen Baulücke, die sich schließen soll. So soll im Westen des Plangebiets ein Einfamilienhaus gebaut und im Osten eine extensive Obstbaumwiese angelegt werden. Einstimmig sprachen sich die Räte für den Entwurf und die Beteiligung der Öffentlichkeit aus. Für den Bebauungsplan „Rebhuhnweg“ mit 13 neuen Bauplätzen hat der Gemeinderat bereits Mitte April die Anhörung der Behörden und die Beteiligung der Öffentlichkeit beschlossen.

Größerer Abstand von Carports zur Straße

Wesentliche Änderungen sind unter anderem, dass die vorhandene Vegetation entlang des Rohmbachs zu erhalten ist und dass anzupflanzende Hecken dauerhaft zu erhalten und zu pflegen sind. Eine insektenfreundliche Beleuchtung ist nun im Plan konkretisiert und ein größerer Abstand von Carports zur Straße und zur Grundstückszufahrt ist geregelt. Versetzte Pultdächer sollen zulässig sein.

Der Plan sieht vor, das neue Baugebiet über den Rebhuhnweg zu erschließen. Ein Fuß- und Radweg soll das Gebiet an den nördlich gelegenen Drosselweg anschließen. Drei von sechs Bürgern regten an, die Zufahrt über den Drosselweg zu planen, da der Rebhuhnweg für den zu erwartenden Verkehr zu schmal sei. „Der Drosselweg ist mit drei Metern noch schmaler und eine Verbreiterung wäre nur über Grunderwerb möglich“, erläuterte Philipp die Gründe für die Ablehnung des Einwands. Außerdem wäre eine Brücke notwendig. Bedenken mit Blick auf Abwasserkanalisation, Überschwemmungsgefahr, Gefahren für die Gesundheit durch mehr Verkehr und die Parkplatzsituation konnte Philipp entkräften.

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Ein weiterer Einwand bezieht sich auf den Abstand zur angrenzenden landwirtschaftlichen Nutzfläche und fordert 15 bis 20 Meter. Philipp erläuterte, dass der Abstand von voraussichtlich mindestens zehn Meter zu den Intensivobstanlagen anderen Stellen in Oberteuringen entspreche. Zustimmung fand der Vorschlag, eine mindestens 2,5 Meter hohe, zweireihige Hecke als Abgrenzung zu pflanzen.

Die Räte diskutierten, wie von Eugen Rueß (Freie Wähler) vorgeschlagen, ob die Ausstattung der Dächer mit Fotovoltaikanlagen festgeschrieben werden soll. „Solange kein Bundesgesetz vorliegt, würde ich den Ball flach halten“, so Sabine Müller (CDU). Auch Alexander Reuter (FDP) ist mit Vorschriften vorsichtig. „Ich würde es den Leuten überlassen, auf welchem Weg sie die Ziele erreichen.“ Einstimmig sprachen sich die Räte für den geänderten Entwurf des Bebauungsplan aus. Außerdem dafür, dass sich die Öffentlichkeit weitere drei Wochen mit Blick auf die Änderungen des Plans beteiligen kann.