Nach zehn Monaten Bauzeit ist in Oberteuringen das Richtfest für ein Wohnhaus für 18 Menschen mit Behinderung gefeiert worden. Bauherr ist die Stiftung Liebenau in Zusammenarbeit mit dem Generalunternehmen F. K. Systembau. Das Projekt kostet 2,5 Millionen Euro, wobei vom Land Baden-Württemberg ein Zuschuss von gut 670 000 Euro bewilligt wurde. Betreiber der Einrichtung wird die Liebenau Teilhabe gGmbH für behinderte Menschen sein. Mit den Worten "Gottlob, nun steht zu unsrer Freude aufgemauert das Gebäude", setzte Zimmermann Franz-Stephan Krepold zu einem langen Richtspruch an, den er mit Segenswünschen für das neue Haus in der Robert-Koch-Straße beendete.

Marco Nauerz, Leiter der Abteilung Bau der Stiftung Liebenau, erklärte, bis Juni solle das Wohnhaus Nr. 6 bezugsfertig sein. Er dankte für die gute Zusammenarbeit mit Gemeinderat und Gemeinde sowie allen Beteiligten. Das sei auch dem Generalunternehmen F. K. Systembau zu verdanken. "Seit 2002 ist der Bau in Oberteuringen unser 31. gemeinsames Projekt, das von einer absolut funktionierenden Partnerschaft geprägt ist", lobt er.

Im Gebäude entstehen fünf Wohnungen, vier sind als Wohngruppe mit je vier oder fünf Einzelzimmern für Menschen mit Behinderung vorgesehen. Zu jeder Wohngruppe sieht das Konzept Küche, Bad, Gemeinschaftsraum und Terrasse vor, um den künftigen Bewohnern ein hohes Maß an Selbstständigkeit zu bieten. Bernhard Hösch als Vertreter der Betreiber gGmbH berichtete von Plänen für ein Notrufsystem, eine Nachtbereitschaft und der Einbeziehung des benachbarten Campus'. Im Haus entstehen bis zu 14 Arbeitsplätze.