Im Juli 2017 vertraten die "Bodenseekrokodile" Deutschland in der Leichtgewichtklasse der RoboCup Junior Soccer League, die im japanischen Nagoya stattfand. Ihr Team bestand damals aus sechs Personen, fünf durften zur WM.

Leichtgewichtklasse bedeutet, dass die Roboter maximal 1,1 Kilogramm wiegen dürfen. Um das einzuhalten, galt es, möglichst leichte Materialien zu verwenden. Die Bodenseekrokodile entschieden sich für Karbon, wodurch sie auch noch eine Kamera zur Erkennung der Tore unterbringen konnten, und eine Vorrichtung, die den Ball ins Tor schießt. Die "Mannschaft" besteht aus zwei solchen Robotern, die via Bluetooth in Verbindung stehen und so jeweils zwischen Verteidigungsposition und Angriff umschalten können. Die Wand wird mittels Ultraschall erkannt, acht Sensoren filtern das Infrarotlicht zur Ballerkennung.

Gegen insgesamt 21 Gegner setzten sich die Schüler vom Bodensee in Japan durch. Ihr nächstes Ziel ist die WM in Montreal, Kanada. Sie tüfteln bereits an verbesserten Robotern. Zwischendrin steht das Abitur auf dem Plan der künftigen Studenten von Elektrotechnik, Maschinenbau und Informatik. Von Ralf Meßmer bekamen sie die Zusicherung, sie bei den Reisekosten zu unterstützen, wenn es klappt mit Montreal.

Bodenseekrokodile

Die Bodenseekrokodile sind Teil der Roboter-AG am Gymnasium des Bildungszentrums Markdorf. Unterstützt werden sie von Eltern und Ehrenamtlichen sowie von zahlreichen Sponsoren. Zum Team gehören Aaron Preus, Marius Sprenger, Tim Zimmermann und Thomas Brüll. 2017 waren außerdem Lea Adamczyk und Eva Hermannsdorf dabei. www.bodenseekrokodile.de