Mitte September war der Spatenstich für die neue Oberteuringer Tennisanlage neben dem Gelände des Fußballvereins. Fünfeinhalb Monate später ist das neue Vereinsheim bereits so gut wie fertig und die Unterkonstruktion der sechs Tennisplätze nimmt Gestalt an. „Es ist realistisch, dass wir Anfang April fertig sind“, sagt Jochen Heiß, der die Abteilung Tennis im Sportverein (SV) Oberteuringen leitet.

Im Gastraum ist der Boden gefliest und die Wände sind mit Holz verschalt. Strom- und Wasserleitungen sind gelegt und die Küche soll Anfang März geliefert werden.

Die Anschlüsse für Strom und Wasser sind im neuen Vereinsheim der Oberteuringer Tennisabteilung bereits fertig.
Die Anschlüsse für Strom und Wasser sind im neuen Vereinsheim der Oberteuringer Tennisabteilung bereits fertig. | Bild: Claudia Wörner

Gut vorstellen kann man sich bereits jetzt, wie man von hier aus einen perfekten Blick auf das Geschehen auf den Tennisplätzen hat. Sind doch zwei Seiten des Vereinsheims vom Boden bis fast hoch zur Decke komplett verglast. Über eine Glas-Schiebetür ist der Gastraum mit der 80 Quadratmeter großen Terrasse verbunden. Als hell, lichtdurchflutet und einladend lässt sich das vom Architekturbüro Hildebrand und Schwarz geplante Massivholzhaus schon jetzt bezeichnen.

Beste Aussichten vom Gastraum über die neue Tennisanalge in Oberteuringen: Die großen Glasfenster in Verbindung mit der 80 Quadratmeter großen Terrasse werden den Mitgliedern Freude bereiten.
Beste Aussichten vom Gastraum über die neue Tennisanalge in Oberteuringen: Die großen Glasfenster in Verbindung mit der 80 Quadratmeter großen Terrasse werden den Mitgliedern Freude bereiten. | Bild: Claudia Wörner
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Zum schnellen Fortschritt der Baustelle haben die Mitglieder der Tennisabteilung einen nicht unerheblichen Beitrag geleistet. „Die Pflasterung der Außenanlage erfolgt komplett in Eigenregie und beim Arbeitseinsatz waren 20 Mitglieder vor Ort“, berichtet SV-Vorsitzender Franz Keller, der die Bauleitung der neuen Tennisanlage übernommen hat. Sehr hilfreich und ein Glück sei, dass es für fast alle Gewerke von der Elektrik über Heizung, Sanitär- und Klimatechnik bis zur Gartengestaltung im Verein Leute gebe, die in den Branchen arbeiten und sich auskennen.

Der Bauausschuss der Tennisabteilung freut sich über die Fortschritte auf der Baustelle (von links): Abteilungsleiter Jochen Heiß, Annette Axmann, Karl Wiker, Markus Knisel, Michael Foss und Sportvereinsvorsitzender Franz Keller.
Der Bauausschuss der Tennisabteilung freut sich über die Fortschritte auf der Baustelle (von links): Abteilungsleiter Jochen Heiß, Annette Axmann, Karl Wiker, Markus Knisel, Michael Foss und Sportvereinsvorsitzender Franz Keller. | Bild: Claudia Wörner

Die Kosten für die neue Tennisanlage belaufen sich auf rund 1,15 Millionen Euro, die zum größten Teil die Gemeinde trägt. Da das neue Vereinsheim jedoch 30 Quadratmeter größer ist als das alte, zahlt der Verein 81 000 Euro an die Gemeinde zurück.

Neues Massivholzhaus für die Abteilung Tennis: Die Mitglieder haben sich bereits mit 2000 Stunden Eigenleistung für ihre neue Tennisanlage engagiert.
Neues Massivholzhaus für die Abteilung Tennis: Die Mitglieder haben sich bereits mit 2000 Stunden Eigenleistung für ihre neue Tennisanlage engagiert. | Bild: Claudia Wörner

„Früher hatten wir vier Duschen, im neuen Haus bekommen wir sieben. Außerdem sind die Umkleiden größer“, erläutert Jochen Heiß. Von 1000 Stunden Eigenleistung ist der Verein ursprünglich ausgegangen, um die Kosten für den Verein möglichst zu senken.

Die Fliesen sind bereits vor Ort und müssen in den Duschen des Vereinsheims der Tennisabteilung nur noch verlegt werden.
Die Fliesen sind bereits vor Ort und müssen in den Duschen des Vereinsheims der Tennisabteilung nur noch verlegt werden. | Bild: Claudia Wörner

„Jedes unserer 220 Mitglieder ist verpflichtet, acht Arbeitsstunden zu leisten“, berichtet Jochen Heiß. Mehr als zufrieden ist er ebenso wie Franz Keller mit bereits 2000 geleisteten Stunden. „Für einen Verein ist es sehr wichtig, wenn die Mitglieder selbst etwas tun können. Das schweißt unheimlich zusammen“, stellt Keller fest. Loben möchte er auch die Handwerker, die immer pünktlich zur Stelle gewesen seien.

Der Wintereinbruch in Verbindung mit Schnee und Frost habe die Baustelle um etwa vier Wochen ausgebremst, so Jochen Heiß. Durch die Corona-Pandemie sei es für den Planungs- und Bau-Ausschuss des Vereins nicht so einfach gewesen. „Bei den Arbeitseinsätzen vor Ort hatten wir den Eindruck, dass einige Mitglieder froh über etwas Abwechslung waren.“

Selbstverständlich habe man die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten. „Es kamen wirklich nur die, die gearbeitet haben. Für Kinder war die Baustelle tabu, damit der Arbeitseinsatz nicht zum Happening wird“, berichtet der Abteilungsleiter.

Im April sollen hier die ersten Aufschläge erfolgen: Franz Keller (links), Vorsitzender des Sportvereins Oberteuringen, und der Leiter der Abteilung Tennis Hochen Heiß freuen sich auf die neue Tennisanlage.
Im April sollen hier die ersten Aufschläge erfolgen: Franz Keller (links), Vorsitzender des Sportvereins Oberteuringen, und der Leiter der Abteilung Tennis Hochen Heiß freuen sich auf die neue Tennisanlage. | Bild: Claudia Wörner
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Sowohl innen als auch außen ist bis Ende März noch einiges zu tun. „Aktuell wählen wir die Inneneinrichtung aus und überlegen, welche Lampen wir nehmen“, erklärt Heiß. Die Duschen und Toiletten müssen noch gefliest werden, ebenso wie die Terrasse. Im Außenbereich entsteht eine Tribüne und die Tennisplätze selbst werden von einer Spezialfirma für Sportplatzbau fertiggestellt. „Wenn man sieht, wie alle Mitglieder mitziehen, macht das richtig Freude“, stellt Franz Keller fest.