„Es ist nicht zu viel von einem Fußballspieler verlangt, die Nationalhymne mitzusingen. Man braucht diese Identifikation mit einem Land“, sagte Rülke der „Heilbronner Stimme“ (Freitag). „Das fordern die Fans auch völlig zu recht.“

Der inzwischen zurückgetretene Nationalspieler Mesut Özil hatte bei der WM in Russland nicht wie gewohnt die Nationalhymne mitgesungen. Die Debatte, ob Spieler die Nationalhymne mitsingen müssen, gibt es schon länger. Rülke: „Im Umgang mit Özil haben DFB-Präsident, Trainer und der Beraterstab völlig falsche Signale gesetzt. Man hätte von vornherein sagen müssen, entweder du singst bei der Nationalhymne mit oder du bist bei uns fehl am Platz.“

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Von den Jungen Liberalen in Baden-Württemberg wurde Rülke für seine Aussagen kritisiert. „Es ist nicht Aufgabe der Politik, dem DFB oder anderen Verbänden zu erklären, wie sie interne Streitfragen zu klären haben – aller Symbolwirkung der Nationalmannschaft zum Trotz“, sagte deren Vorsitzender Valentin Abel. „Baden-Württemberg krankt wahrlich an genug Problemen, die ein liberales Korrektiv benötigen.“

Özil hatte mit seinem Rücktritt Konsequenzen aus der Affäre um umstrittene Fotos mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan vor der WM gezogen. Dabei kritisierte er den Deutschen Fußball-Bund, deutsche Medien und Sponsoren für ihren Umgang mit ihm.

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