Stadtbaumeister Martin Bleicher stellte den geänderten Bauantrag vor. Den Überschreitungen des Baufensters und der Gebäudehöhen hatte der Ausschuss schon in der Sitzung vom Februar sein Einvernehmen erteilt.

Im vorliegenden Bauantrag sind im dritten Obergeschoss vier Wohnungen vorgesehen, die keiner Gewerbeeinheit zugeordnet werden können, erklärte Bleicher. Dabei spiele das Verhältnis zwischen Wohnnutzung und Gewerbenutzung eine bedeutende Rolle. Dies müsse die Antragstellerin der Baurechtsbehörde nachweisen.

„Es darf da also keine Wohnungen geben.“
Stadtbaumeister Martin Bleicher

In ausgewiesenen Gewerbegebieten müsse nachgewiesen werden, dass die beantragten Betriebsleiterwohnungen auch faktisch von benötigten Aufsichts- oder Bereitschaftsmitarbeitern bewohnt werden. „Es darf da also keine Wohnungen geben“, erläuterte Bleicher, es sei denn, ein Arzt oder Therapeut könne die Notwendigkeit einer 24-Stunden-Präsenz darlegen.

Wohnungsinserate im Internet verärgern Ausschussmitglieder

Christian Herter (Umbo) wies als Erster auf das Angebot im Internet hin. Auf einer Immobilienplattform sei nachzulesen, dass „vier luxuriöse Wohneinheiten in einem neuen Gesundheitszentrum mit 13 Gewerbeeinheiten angeknüpft an ein Einkaufszentrum“ zum Verkauf angeboten werden.

Boris Mattes (SPD) bestätigte das und wies auf weitere Angebote für Penthousewohnungen in Meersburg im Internet hin, oft zu Preisen über 1 Million Euro. „Der Bauantrag umfasst nicht das, womit man an uns herangetreten ist“, sagte er.

Die Bauvoranfrage war anders, meinte auch Markus Waibel (FW). „Die Balkonterrassen sehe ich zum ersten Mal.“ Zudem befürchte er, gar nicht so viele Ärzte in das Haus zu bekommen.

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