Der neu gestaltete Wasserspielplatz am Seeufer ist bereits seit einigen Wochen zugänglich, nun eröffneten ihn die Verantwortlichen, gemeinsam mit Kindern aus dem Sommertal-Kindergarten, auch offiziell. An dem Standort bei der Minigolfanlage hatte es auch vorher schon einen Spielplatz gegeben. Doch dieser wurde in den vergangenen Monaten nicht nur aufgewertet, sondern auch um einen Wasserlauf mit Stauwehren ergänzt. Das kommt bei den Kindern besonders gut an. Und so sagt auch Vorschüler Nils auf die Frage, was ihm am Spielplatz am besten gefalle, wie aus der Pistole geschossen: „Das Wasser.“

Auch Georg Förderer aus Günzburg stapft mit seinem knapp zweijährigen Sohn Leonardo vergnügt durch den Wasserlauf. Etwa einmal im Monat verbringe er mit seiner Familie einen Kurzurlaub in Meersburg. Beim morgendlichen Rundgang entdeckten sie an diesem Tag den neuen Spielplatz, den Förderer „super“ findet.

Natürliche Stoffe und Nachhaltigkeit

Neben Wasserspielen bietet dieser etwa auch ein Klettergerüst mit Rutsche, zwei Schaukeln, einen Sandkasten – und ein Tipi-Zelt aus grünenden Weidenruten. Überhaupt habe man für die Ausstattung fast ausschließlich auf natürliche Stoffe gesetzt und auf Nachhaltigkeit geachtet, erläutert Planer Conrad von Schroeder von der Planstatt Senner. So habe man etwa auch das Karussell und eine Schaukel aus dem Altbestand aufgearbeitet.

Das könnte Sie auch interessieren

Bürgermeister Robert Scherer freut sich über die Vielzahl der Spielgeräte, und Bauamtsmitarbeiter Peter Gress betont, dass dennoch überall die Sicherheitsabstände eingehalten würden, wie der TÜV akribisch überprüft habe. Der Platz bietet ferner auch einen Picknicktisch sowie etliche Ruhebänke. Des Weiteren brachte man an beiden Zugängen je zwei Fahrradbügel versetzt an, die den Spielplatz auch abgrenzen, dabei aber breit genug sind, um einen Kinderwagen durchzulassen, wie Gress betont. Auch die Wege außen herum habe man instand gesetzt.

Kostenrahmen lag bei rund 150 000 Euro

Das Projekt, das seit Jahren anvisiert war und für das der Verschönerungsverein Meersburg 10 000 Euro gespendet hatte, wurde letztlich im Rahmen des Stadtentwicklungsplans Meersburg 2030 umgesetzt. Der Kostenrahmen lag bei rund 150 000 Euro. Die Hälfte der Ausgaben, für die noch keine Schlussrechnung vorliegt, werden durch Tourismus-Fördermittel abgedeckt.

Die Planungskosten hatte Johann Senner, Chef der Planstatt Senner, die den gesamten Stadtentwicklungsprozess begleitet, im vergangenen November der Stadt geschenkt. Die Arbeiten führte die Garten- und Landschaftsbaufirma Schöppler aus Meßkirch aus, unterstützt von der Meersburger Stadtgärtnerei, die in den letzten Wochen die Grünanlagen pflegte. Wegen Corona und damit verbundener Lieferengpässe eröffnete man den Spielplatz etwas später als geplant.

 

75 Jahre Geschichte. 75 Jahre Erfahrung. 75 Jahre Journalismus. Sichern Sie sich jetzt für kurze Zeit ein ganzes Jahr zum Jubiläumspreis von 75 €.