Seit mehr als einem Jahr beschäftigt sich der Ortschaftsrat Baitenhausen mit einem barrierearmen Fußweg zum Friedhof. In der jüngsten Sitzung lag jetzt ein Entwurf vor, dem die Räte einhellig zustimmten.

Bauamtsleiter Martin Bleicher stellte die Planung einer möglichen Wegführung vor. Diese war bei einem Vor-Ort-Termin mit dem Landesdenkmalamt, der Verkehrsbehörde und der Polizei abgestimmt worden. „Das ist ein baulich spannendes Projekt“, sagte Bleicher und spielte damit auf die topografischen Gegebenheiten an.

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Derzeit etliche Stufen und 14 Prozent Steigung

Derzeit führen etliche Stufen auf einer Steigung von etwa 14 Prozent zur Ruhestätte unterhalb der Kreisstraße bei der Marienwallfahrtskirche. Um den Friedhof besser erreichbar zu machen, ist vorgesehen, den Weg in einer Serpentine langsam zu terrassieren und die Neigung auf etwa sechs Prozent zu reduzieren. Der städtische Bauhof könnte die nötigen Arbeiten erledigen, doch mangels vorliegender Kostenschätzungen und durch den zu erwartenden Aufwand könne das Projekt erst in nächsten Haushalt mit eingeplant werden, sagte der Bauamtsleiter.

Zusätzliche Parkplätze nicht möglich

Achim Homburger (FWV) schlug vor, für die rund 200 Meter Wegstrecke ein Transportwägelchen bereitzustellen, um den Besuchern die Mitnahme von Gartengeräten und Blumen zu erleichtern. Außerdem fragte er an, ob nicht zusätzlich Parkplätze, eventuell an der Bushaltestelle, mit eingeplant werden könnten. Martin Bleicher verneinte: „Die Bushaltestelle liegt an einer Kreisstraße, sodass wir dort nicht planen können.“ Guido Brunner (Umweltgruppe) sagte: „Wenn ich nirgends parken kann, ist die Schleife für die Katz.“ Er verwies auf die vorwiegend älteren Leute, die auf den Friedhof gingen.

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Bernd Meyer stellt Friedhof prinzipiell infrage

Bernd Meyer (FBB) stellte den Friedhof prinzipiell infrage. „Er wird doch nur zu einem Drittel genutzt, viele lassen sich in Meersburg beerdigen, da ist es aus meiner Sicht zu überlegen, ob man den Friedhof auslaufen lassen kann.“ Ortsvorsteher Joachim Bischofberger (FBB) meinte, dass der Friedhof die nächsten 20 Jahre sicher noch da sei und man deswegen auch die Zugänglichkeit garantieren müsse.