Die Stadt beauftragt das Überlinger Planungsbüro Helmut Hornstein ab diesem Jahr mit der Führung eines Ökokontos. Das beschloss der Gemeinderat einstimmig. Die Bauverwaltung hatte vorgeschlagen, die Einführung des Ökokontos auf 2021 zu verschieben, da man derzeit noch nicht wisse, welche finanziellen Auswirkungen die Corona-Pandemie auf den städtischen Haushalt haben werde. Im Haushalt 2020 sind bereits 20 000 Euro für die Führung eines Ökokontos eingestellt. Das Büro Hornstein hatte zum Preis von 13 620 Euro das günstigste von vier Angeboten für die Aufstellung eines Ökokontos abgegeben.

Ludwig: „Keine Punkte mehr kaufen müssen“

Christine Ludwig (Grüne) sprach sich gegen eine Verschiebung aus, da sie erstens davon ausgehe, dass sich das Büro Hornstein eine ganze Vegetationsperiode anschauen wolle und sie zweitens annehme, dass „wir das Ökokonto dann auch nutzen können und keine Punkte mehr kaufen müssen“. Außerdem fielen die Kosten für die jährliche Aktualisierung und Prüfung erst später an, sodass man vorerst nur Kosten in Höhe von 11 000 Euro habe. Anna-Lena Murzin (Grüne) sagte, sie käme, ohne variable Kosten, sogar nur auf 8000 Euro. Monika Biemann (Umweltgruppe) meinte, sie freue sich, dass die Kosten „deutlich günstiger ausfallen, als ich gedacht habe“.

Biemann: „Über zehn Jahre gedauert“

Die Umweltgruppe hatte bei den Haushaltsberatungen im Februar erfolgreich beantragt, 20 000 Euro statt 10 000 Euro für ein Ökokonto in den Etat einzustellen. Biemann war ebenso für eine sofortige Einführung. „Es ist besser, schneller Zugriff auf eigene Ökopunkte zu haben.“ Zudem habe man das Ökokonto so oft verschoben. „Es hat über zehn Jahre gedauert, bis wir‘s auf die Beine gestellt haben.“ Bürgermeister Robert Scherer betonte, er habe nichts gegen ein Ökokonto, aber die Verwaltung habe generell überlegt, wo man Kosten dämpfen könne. „Das war nur ein Punkt von vielen.“ Die Stadt war, da sie kein eigenes Ökokonto hatte, 2018 dem Regionalen Kompensationspool Bodensee-Oberschwaben beigetreten. Die ReKo sammelt im Auftrag von Landkreisen und Kommunen, denen es an Flächen mangelt, andernorts Ausgleichsflächen und Ökopunkte ein.

Jetzt wieder verfügbar: die Digitale Zeitung mit dem neuen iPad und 0 €* Zuzahlung

*SÜDKURIER Digital inkl. Digitaler Zeitung und unbegrenztem Zugang zu allen Inhalten und Services auf SÜDKURIER Online für 34,99 €/Monat und ein iPad 10,2“ (32 GB, WiFi) für 0 €. Mindestlaufzeit 24 Monate. Das Angebot ist gültig bis zum 12.07.2020 und gilt nur, solange der Vorrat reicht. Ein Angebot der SÜDKURIER GmbH, Medienhaus, Max-Stromeyer-Straße 178, 78467 Konstanz.