Wie in alten Zeiten, aber allesamt maskiert, brachten die Wimmler des Staatsweingutes Meersburg in einem kleinen Umzug mit geschmückten Wagen die letzten Trauben des Jahrganges 2020 zum Weingut in die Meersburger Oberstadt.

Wie es in einer Pressemitteilung heißt, fuhr der kleine Konvoi unter Hupen und lauten Rufen langsam durch die Altstadt. Drei Schlepper mit Anhängern transportierten die Weißburgunder-Trauben aus der Weinlage „Chorherrnhalde“ und die Lesehelfer ins Weingut.

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Am Kelterhaus wurde dann – mit gebührendem Abstand – auf den erfolgreichen Herbstabschluss angestoßen. Weingutsdirektor Jürgen Dietrich sagte den Lesehelfern Dank für ihre Unterstützung und den reibungslosen Verlauf der Lese. „Dieses Jahr hatten wir in mehrfacher Hinsicht eine heiße Phase zu Beginn des Herbstes“, blickte er laut Pressemitteilung zurück.

Weingutsdirektor: „Vom Wetter her alles dabei“

Vom Hohentwiel seien die Trauben sogar mit Trockeneis heruntergekühlt und im Kühlwagen nach Meersburg gebracht worden. „Vom Wetter her war in den letzten sechs Wochen alles dabei“, wird Jürgen Dietrich weiter zitiert. „Hitze und halbe Lesetage zu Beginn, Bodenfrost am Ende der Lese, Landregen, Schauer und zum Glück viel Sonne.“

Bei aller Wechselhaftigkeit habe die Verantwortlichen im Staatsweingut dieses Mal weniger das Wetter gefordert, als viel mehr das Thema Gesundheit. Die neue Corona-Verordnung für Saisonarbeitskräfte in der Landwirtschaft sei mitten in der Lese in Kraft getreten. Man habe kurzfristig Tests organisieren und überwachen müssen.

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Die 50 Ernte­helfer seien daraufhin in kleine Gruppen eingeteilt worden, die während der gesamten Kampagne getrennt voneinander arbeiteten. Diese und weitere Maßnahmen hätten dazu beigetragen, dass bis zum letzten Lesetag alle gesund geblieben seien.

Die Erntemenge sei mit 70 Prozent eines Normalertrages zwar recht klein, schreibt das Staatsweingut. Mit der Qualität des Jahrgangs sei man aber sehr zufrieden.

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