Wobei Bauamtsleiter Martin Bleicher gleich zu Beginn der Vorstellung des Antrags darauf aufmerksam machte, dass die Wohnung niemals als Ferienwohnung betrieben oder angemeldet war, sodass es sich nicht um eine wirkliche Wiederaufnahme, sondern um einen Neuantrag handele, was im Laufe der Diskussion von mehreren Ortschaftsräten bestätigt wurde. Der Antragsteller begründe sein Ansinnen darauf, dass eine Festvermietung aufgrund fehlender Küchenanschlüsse nicht möglich sei, sagte Bleicher.

Ferienwohnungen in Ausnahmefällen zulässig

Das Gebäude liege in einem allgemeinen Wohngebiet, wo Ferienwohnungen in Ausnahmefällen zugelassen werden könnten, führte der Bauamtschef weiter aus, allerdings seien die fehlenden Anschlüsse kein bewertbares Kriterium und aus Sicht der Bauverwaltung solle in einem überwiegend durch Wohnen geprägtes Gebiet keine Ausnahme erteilt werden. Zudem sei die Stellplatzsituation städtebaulich nicht vertretbar, meinte Bleicher, doch dieser Nachweis werde durch die Baurechtsbehörde geprüft.

Nach Vorgaben der Stadt Meersburg richten?

Achim Homburger (FWV) gab zu bedenken, dass man sich nach den Vorgaben der Stadt Meersburg richten solle, wo der Ausschuss für Umwelt und Technik momentan alle Nutzungsänderungen bis zum Vorliegen einer einheitlichen Richtlinie ablehne. Bürgermeister Robert Scherer bat ebenfalls darum, sich an die „konsequente Linie zu halten, bis eine Entscheidung zu einer einheitlichen Marschrichtung gefallen ist“. So könnten Ungleichbehandlungen vermieden werden, meinte der Bürgermeister.

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Bernd Meyer (FBB) sprach sich prinzipiell für Ferienwohnungen in Baitenhausen-Schiggendorf aus, auch Ortsvorsteher Joachim Bischofberger (FBB) meinte, man könne die Situation in Meersburg, „wo aus jeder Räumlichkeit eine Ferienwohnung gebaut wird“ und Baitenhausen, wo nur einzelne Familien vermieten würden, nicht vergleichen, doch die fehlenden Parkmöglichkeiten wurden von beiden Räten bemängelt.