Im Rahmen der internationalen Schlosskonzerte fand im Spiegelsaal des Neuen Schlosses ein Kammerkonzert mit Andreas Hecker, Klavier, und Friedrich Thiele, Violoncello, statt. In ihrer Begrüßung freute sich Rita Keller vom Kulturamt, dass in Zeiten der Pandemie so eine Veranstaltung möglich ist, obwohl das Konzert aufgrund der Hygienevorschriften mit reduzierter Bestuhlung zweimal gespielt werden musste.

Vielfach ausgezeichnete Musiker

Der junge Cellist Friedrich Thiele war Schüler des Landesgymnasiums für Musik in Dresden. Inzwischen errang er als Student an der Hochschule für Musik in Weimar bundesweit und international viele renommierte Musikpreise. Der Pianist und Klavierpädagoge Andreas Hecker ist Preisträger internationaler Musikwettbewerbe und wurde 2017 als Professor und Klavierpädagoge an die Hochschule für Musik in Dresden berufen.

Variationen von Ludwig van Beethoven

Mit Ludwig van Beethoven begann das Konzert mit sieben Variationen über „Männern welche Liebe fühlen“ aus Mozarts „Zauberflöte“, deren Melodien damals ein Hit waren. Diese entstanden 1801 nach dem frühen Tod von Mozart. Das Duett von Pamina und Papageno interpretierten Cello und Klavier für den Zuhörer in zarter Weise und feiner Mystik. Ludwig van Beethovens Variationen über ein Thema aus „Judas Maccabäus“ von Georg Friedrich Händel waren gleichmäßig auf Klavier und Violoncello verteilt. Diese festliche Chorhymne ist als „Tochter Zion, freue Dich“ im Volksliederschatz fest verwurzelt. Der Cellist unterstrich die Sätze mit eindrucksvoller Mimik und Köpersprache. Cellist und Pianist waren in ihren Interpretationen harmonisch abgestimmt. Angetan von der Akustik der Spiegelhalle meisterten die Musiker Beethovens Sonate Nr. 5 D-Dur für Klavier und Violoncello op.102/2, den Kontrastreichtum in den vier Sätzen. Schwermütig und bedächtig wurde vom Cellisten mit Leidensmiene und geschlossenen Augen gespielt. Fast kamen die Töne zum Stillstand im Spiel des Pianisten Andreas Hecker, um dann mit raumfüllenden Klängen zu enden.

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Die Zuhörer im Spiegelsaal spendeten langen Beifall für die überwältigende Darbietung mit einem Konzerterlebnis im barocken Ambiente. Der Dank an das Duo galt auch für der Zugabe „Lied ohne Worte“ von Mendelssohn Bartholdy.

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