Stadtbesucher, die Abstandsregeln ignorierten, rücksichtslos zugeparkte Plätze und Straßen: Das fiel Monika Biemann (Umweltgruppe) am langen Wochenende zu Himmelfahrt ins Auge und darüber berichtete sie verärgert im Gemeinderat unter „Verschiedenes“. So sei etwa auch der Serpentinenparkplatz, der Karteninhabern vorbehalten ist, zugeparkt gewesen und nicht nur die Wohnmobilstellplätze sondern auch der Busparkplatz „dichtest bepackt mit Wohnmobilen“. Warum man da nicht kontrolliert (und Knöllchen verteilt) habe, das wären auch gute Einnahmen gewesen, meinte Biemann.

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Bürgermeister Robert Scherer bestätigte ihre Eindrücke durchaus und ergänzte trocken, nur die Liegewiese habe Biemann nicht angesprochen. Auf die Forderung nach mehr Kontrollen meinte Scherer: „Wer und wann?“ Der Gemeindevollzugsdienst (Gvd), der übrigens zudem auch die Einhaltung der Abstandsregeln in der Gastronomie überprüfen müsse, sei in vollem Einsatz gewesen. „Die Verwaltung war da und ich war auch da“, betonte Scherer. Er verteidige sein Team „und zwar bis aufs Messer. Die machen einen verdammt guten Job“.

Bürgermeister: „Wir können nicht überall sein“

Zu Biemann sagte Scherer: „Ich verstehe Ihre Bedenken. Aber wir können nicht überall sein und auch nicht mehr Personal einstellen.“ Der GvD hat drei Mitarbeiter. Scherer räumte ein, in puncto Serpentinenparkplatz habe Biemann recht. Insgesamt sei der Gvd mit der Situation am Wochenende zufrieden gewesen. Aber obwohl der Gvd viel arbeite – und sich auch so einiges anhören müsse – könne er nicht alles abdecken. Dafür habe er keine Lösung, gestand Scherer. Julia Naeßl-Doms (CDU) sprang dem Bürgermeister zur Seite und meinte, die Stadt tue ihr Möglichstes. Die Leute seien doch selbst verantwortlich für ihr Verhalten, sagte Naeßl-Doms in Richtung Biemann.

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