So seien fünf Kinderzimmer vorgesehen, während in der Bewerbung um das Grundstück von deutlich weniger Kindern die Rede gewesen sei. Außerdem seien bei dem Haus „drei separate Eingänge“ eingeplant, so Waibel. Bauamtschef Martin Bleicher warnte vor Mutmaßungen und meinte, es sei spannend, dass im Dachgeschoss noch eine Wohneinheit entstehe. Er erwähnte, es handle sich „um eine Familie mit anderem kulturellem Hintergrund“.

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Bleicher betonte, die Stadt habe nur darauf zu achten, dass sich das Vorhaben städtebaulich einfüge. Das sei jetzt der Fall, nachdem ein früherer Antrag abgelehnt worden sei. Die beantragten Ausnahmen und Befreiungen – die Überschreitung der Gesamthöhe um rund 1,40 Meter sowie der maximalen Wandhöhe durch die Wiederkehren auf der Traufseite – seien „aufgrund des beengten Baufeldes sowie der topographischen Situation im Bereich des ansteigenden Fohrenbergs städtebaulich vertretbar“. In ihrer Stellungnahme schreibt die Stadt aber, dass sie ihr Einvernehmen unter der Bedingung erteilen wolle, dass die Dachüberstände auf den Traufseiten durchlaufend mit mindestens 65 Zentimeter zur Vorderkante der Fassade zu gestalten seien. „Alles andere ist städtebaulich nicht vertretbar“, so Bleicher.

Waibel: Wenn die Familie eine Einliegerwohnung brauche, dann solle sie das sagen

Waibel sagte, es ärgere ihn, „dass man nicht ehrlich zu uns ist“. Wenn die Familie eine Einliegerwohnung brauche, dann solle sie das sagen. Der vorliegende Grundriss habe „nichts mit familienfreundlichem Leben zu tun“. Bürgermeister Robert Scherer meinte auf Nachhaken von Boris Mattes (SPD), sollte je eine Umnutzung kommen, müsste der Eigentümer erst mal eine Nutzungsänderung vorlegen, über die dann entschieden werde. Waibel beharrte: „Wir bezuschussen das Wohnen dort oben, dann muss auch das gebaut werden, was wir wollen.“

Scherer meinte, man solle das Thema nicht so emotional diskutieren. Zunächst einmal seien drei plus zwei Kinderzimmer vorgesehen. Bleicher sagte, er verstehe die Bedenken. „Aber es geht jetzt um Höhe, Breite, Länge.“ Der Ausschuss stimmte dem Bauantrag mit sechs Ja- bei vier Nein-Stimmen und einer Enthaltung zu.