Der städtische Ergebnishaushalt 2020 wird zum Jahresende wohl ein Defizit von etwa einer halben Million Euro aufweisen. Beim Finanzhaushalt hoffe sie, „dass es plus/minus null aufgeht“. Das sagte Kämmerin Heike Sonntag dem Gemeinderat, dem sie einen Finanzzwischenbericht zum ersten Halbjahr vorstellt. Derzeit weist der Jahresetat im Vergleich zum Plan noch ein Minus von rund 700.000 Euro auf.

Einsparungen auf der Ausgabenseite

Dagegen verblüfft der Halbjahressaldo zunächst, weist er doch ein Plus von 276.827 Euro auf. Das liegt vor allem an „diversen Einsparungen“ auf der Ausgabenseite, die sich auf insgesamt 949.400 Euro belaufen, sodass unterm Strich derzeit Minderausgaben von 893.005 Euro stehen. Bei den Einsparungen handelt es sich laut Sonntag unter anderem um Nichtbeauftragungen, verspätete Stellenbesetzungen und Verschiebung von Sanierungsmaßnahmen. Hingegen liegen die Einnahmen derzeit 600.000 Euro unter dem Planansatz.

Das könnte Sie auch interessieren

Größte Ausfälle bei Einkommenssteuer

Die größten, durch Corona bedingten, Ausfälle gibt es bei der Einkommenssteuer, die im Plan mit 3,85 Millionen Euro angesetzt war. Nach der Mai-Steuerschätzung muss Meersburg aber mit einem Jahresminus von 450.000 Euro rechnen. Der Umsatzsteueranteil sinkt laut der Steuerschätzung um 28.000 Euro auf 352.646 Euro.

Bei der Gewerbesteuer hingegen, die die Finanzverwaltung vorsichtig bei 1,3 Millionen Euro angesetzt hatte, lagen die Einnahmen im Juli 2020 aber schon bei 1,067 Millionen Euro, sodass am Jahresende ein Plus von rund 309.000 Euro stehen könnte. Bürgermeister Robert Scherer äußerte große Anerkennung für die gute Arbeit, die die Finanzverwaltung in dieser schwierigen Phase, inklusive Umstellung auf Doppik, leiste.

75 Jahre Geschichte. 75 Jahre Erfahrung. 75 Jahre Journalismus. Sichern Sie sich jetzt für kurze Zeit ein ganzes Jahr zum Jubiläumspreis von 75 €.