Durch einen reduzierten Ausbau könnten Eingriffe in die Natur, Flächenverbrauch und auch Kosten deutlich reduziert werden, so die Stadt. Mit der Entscheidung von Land und Bund für die Vorzugstrasse B1 ist Meersburg einverstanden – unter der Voraussetzung, dass der geplante Anschlussknoten an die Daisendorfer Straße aufgegeben werde.

Das könnte Sie auch interessieren

Die Trasse B1 schließt bei Stetten an die Meersburger Umgehungsstraße an und folgt ihr bis zum westlichen Ende am Feuerwehrgerätehaus. Meersburg will, dass der östliche Anschluss der B 31 weiterhin bei Stetten an die Meersburger Umgehungsstraße erfolgt. Außerdem fordert Meersburg: Die durch einen reduzierten Ausbau eingesparten Mittel sollen Natur und Landschaftsschutz sowie betroffenen Bürgern zugutekommen. Die Lärmschutzmaßnahmen am Siechenweiher, an den Immohäusern und am Augustinum bis zur Brücke Daisendorfer Straße sollen optimiert werden.

Stadt soll vom Durchgangsverkehr entlastet werden

Es müsse einen flächensparenden Ausbau des Anschlusses am Saba-Knoten einschließlich ausreichender Lärmschutzmaßnahmen geben, ebenso einen fairen Ausgleich der betroffenen Flächeninhaber. Im Planungsprozess müsse man die geplante Abfahrt zur Fähre an der Daisendorfer Straße aufgeben und eine anderweitige Zufahrt von Westen realisieren, um die Stadt vom Durchgangsverkehr zu entlasten.

Das könnte Sie auch interessieren

Die Planung der Fortsetzung der B 31-neu in Richtung Überlingen müsse unverzüglich folgen, damit nicht die vierspurige Straße im Bereich des Feuerwehrgerätehauses ende und zu einem Stau- und Unfallschwerpunkt werde.

Einige Räte halten dreispurigen Ausbau für ausreichend

Christine Ludwig (Grüne) sagte, ihre Fraktion werde der Resolution nicht zustimmen. Ein dreispuriger Ausbau würde ausreichen. Markus Waibel (FW) sah das genauso und lehnte die Resolution ebenfalls ab. Georg Dreher (CDU) sagte: „Wir haben, ohne Freudenschreie, einen Kompromiss erreicht und müssen ihn unterstützen, damit es weitergeht.“ Allerdings dürfe der Ausbau nicht beim Feuerwehrgerätehaus enden.

Peter Krause (Umbo) sagte, seine Fraktion stimme zu: „Wir haben jetzt einen Kompromiss, mit dem wir leben können.“ Monika Biemann (Umweltgruppe) meinte: „Für uns ist das kein Kompromiss.“ Besonders die Zerstörung des Waldes sei katastrophal.

Das könnte Sie auch interessieren

Boris Mattes (SPD) sagte, man habe auch im Kreistag hart gerungen. „Der beste Kompromiss tut immer allen weh. Es ist die beste Ausgangsposition, die wir aus unserer Sicht erreichen konnten. Ich bin auch nicht begeistert.“

Abstimmung geht 14 zu fünf aus

14 Räte stimmten der Resolution zu. Fünf votierten dagegen: Monika Biemann und Alexandra Mahl (Umweltgruppe), Christine Ludwig und Anna-Lena Murzin (Grüne), Markus Waibel (FW).