Die leeren Wartespuren am Meersburger Fähreanleger, die sich dem Beobachter derzeit präsentierten, sprechen Bände. Wegen des aktuellen Lockdowns light ist die Fähre Konstanz-Meersburg ab dem Donnerstag, 12. November, wieder mit reduziertem Fahrplan unterwegs – wie schon im Frühjahr. „Angesichts der aktuellen Situation sind wieder deutlich weniger Fahrgäste unterwegs“, heißt es aus den Stadtwerken Konstanz, die sich deshalb entschlossen habe, den Takt zu reduzieren.

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Werktags drei Fähren pro Stunde

Diese Maßnahme sei notwendig, und das Unternehmen hofft auf das Verständnis nicht nur der Pendler, sondern aller Nutzer der Fährverbindung. Die Fahrplanänderung bedeutet ab Donnerstag, 12. November: Die Schiffe verkehren werktags zwischen 5 und 19 Uhr ab Staad jeweils zur Minute 05, 28, 45. Während des restlichen Zeitkorridors, also zwischen 20 und 5 Uhr, finden Abfahrten ab Staad einmal pro Stunde statt. Ab Meersburg fahren die Schiffe von 5.35 bis 20.35 Uhr im 20-Minuten-Takt, danach fährt die Fähre bis frühmorgens wieder stündlich. An den Wochenenden (Samstag und Sonntag) sowie an Feiertagen verkehren die Fähren tagsüber im 30-Minuten-Takt. Der vollständige Fahrplan ist im Internet zu finden.

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Umsatzrückgang durch Pandemie bei den Schiffsbetrieben

Die Corona-Pandemie hat erhebliche Auswirkungen auf die Schiffsbetriebe. Im Juli erwartete Norbert Reuter, Geschäftsführer der Stadtwerke Konstanz, einen Umsatzrückgang von 7,9 Millionen Euro allein bei der Fähre zwischen Konstanz und Meersburg; bei den Bodensee-Schiffsbetrieben mit ihren Passagierfahrten ging er von einem Rückgang in Höhe von 10,5 Millionen Euro aus. Für das Gesamtunternehmen Stadtwerke und ihre Tochterbetriebe rechnete Reuter mit einem Umsatzeinbruch in Höhe von etwa 28,5 Millionen Euro in diesem Jahr – allerdings war damals noch nicht von einem zweiten Lockdown die Rede.