Lange standen am Meersburger Schlossplatz die Räumlichkeiten der ehemaligen „Alten Bank“ leer. Seit Mitte April ist aus dem Café ein Burger- und Steak-Restaurant geworden. Aufgrund der aktuellen Lage in der Corona-Pandemie gibt es ausschließlich Liefer- und Abholservice.

Der neue Pächter Jörn Wanschura kommt aus Mannheim, wo er bereits seit einigen Jahren ein Burger-Restaurant mitleitet, und hat sich im November entschieden, sich sowohl privat als auch unternehmerisch in Richtung Bodensee zu orientieren.

Jörn Wanschura leitet das neue Burger- und Steak-Restaurant „Wittkoop – Alte Bank“.
Jörn Wanschura leitet das neue Burger- und Steak-Restaurant „Wittkoop – Alte Bank“. | Bild: Jäckle, Reiner

„Mein Schwager, der am Bodensee lebt, hat mich auf die Räumlichkeiten aufmerksam gemacht“, berichtet er. „Mich haben vom ersten Moment an die hohen Räume, aber auch die perfekte Lage begeistert.“ Deshalb wurde der Pachtvertrag umgehend unterschrieben.

Wandmosaik und Kronleuchter bleiben erhalten

Das war der Startschuss, aus der „Alten Bank“ das „Wittkoop – Alte Bank“ zu machen. Bis zur Eröffnung am 15. April gab es allerdings jede Menge im denkmalgeschützten Haus zu renovieren. „Wir haben von Wasserleitungen über Elektrik, Lüftung, Gas bis zur Küche und Theke nahezu alles umgekrempelt“, erklärt Jörn Wanschura. „Lediglich das Wandmosaik und der Kronleuchter mussten so erhalten bleiben.“

Vieles wurde in Eigenregie gemacht. Es wurden aber auch zahlreiche lokale Handwerker beschäftigt. Dabei betont er ausdrücklich die hervorragende Kooperation mit dem Verpächter. Am Ende musste die ursprünglich geplante sechsstellige Investitionssumme dennoch aufgestockt werden.

„Auch wenn die Corona-Zeit gerade in der Gastronomie besonders belastend ist, hatten wir dadurch beim Umbau etwas mehr Zeit“, sagt der 39-Jährige. „Auch wenn ich viel lieber komplett geöffnet hätte, als nur mit Liefer- und Abholservice.“ Trotzdem wurde die Innenausstattung vom Boden bis zur Decke herausgeputzt.

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Das Herzstück des Burger- und Steak-Restaurants ist der 1000-Grad-Grill in der Küche. „Das Konzept wollte ich von vornherein“, so Jörn Wanschura. „Das funktioniert in Mannheim in unserem Lokal und wird auch in Meersburg funktionieren.“ Vor allem, weil es ein Restaurant in dieser Art noch nicht gebe. Und der Zuspruch gibt ihm Recht: „Am ersten Sonntag waren wir vom Fleisch her ausverkauft“, berichtet er.

Gastronom ist bereits nach Meersburg gezogen

Der Self-Made-Gastronom hat bereits mehr als zehn Jahre Erfahrung in der Leitung eines Lokales. „Ich bin sicher, dass es in Meersburg einen Bedarf an einem solchen Restaurant gibt“, sagt er. Seine Ambitionen unterstreicht der Mannheimer dadurch, dass er mit seiner Familie mittlerweile in Meersburg lebt.

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Dabei setzt er auf regionale Produkte. Salat, Gemüse und Obst kommen aus der Bodenseeregion und der Wein vom Gut Aufricht. Lediglich das Fleisch kommt aus Österreich. Der 39-Jährige setzt hier auf Qualität, denn er achte auf artgerechte Haltung auf der Alm. „Wir haben auch etwas exotischere Fleischgerichte, die nicht so bekannt sind“, betont er. „Dabei geht es mir vor allem um eine Mischung aus Qualität und eine bezahlbare Speisekarte.“

Es ist alles bereit: Doch aufgrund der aktuellen Lage gibt es im „Wittkoop – Alte Bank“ am Schlossplatz lediglich Liefer- und Abholservice.
Es ist alles bereit: Doch aufgrund der aktuellen Lage gibt es im „Wittkoop – Alte Bank“ am Schlossplatz lediglich Liefer- und Abholservice. | Bild: Jäckle, Reiner

Nun hofft er, dass im Sommer die Lokale wieder aufmachen dürfen. Bis dahin profitiert er von seiner Erfahrung im Liefer- und Abholservice. Damit das problemlos anlaufen kann, hat sich Jörn Wanschura für einen sogenanntes „Soft-Opening“ entschieden. „Wir wollten langsam starten, damit sich das kleine Team perfekt einspielen kann“, erklärt er.