Der Tag des offenen Denkmals findet in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie vornehmlich digital statt. Nur wenige Veranstaltungen werden am Sonntag, 13. September, vor Ort angeboten. Die Führungen im St.-Sebastians-Bruderschaftshaus, auch Burgkeller genannt, in Meersburg gehören mit dazu.

„Spannende Reise in die alte Baukunst“

Die Hausbesitzer möchten Interessierten die Möglichkeit geben, das Haus einmal von innen zu betrachten. „Viele Decken und Wände sind noch nicht geschlossen, so dass eine spannende Reise in die alte Baukunst möglich ist“, heißt es in einer Mitteilung. Moderiert werde der Gang durch das historische Gebäude an der Steigstraße 26 von Corinna Wagner, freie Architektin aus Überlingen, Sebastian Schmäh von Holzbau Schmäh in Meersburg sowie Bauherr Holger Knebel.

Führungen am Tag des offenen Denkmals

Vorgesehen sind drei Führungen: um 11 Uhr, 14 Uhr und 16 Uhr. Es wird um vorherige Anmeldung unter Steigstr26@gmx.de gebeten. Wegen der Corona-Bestimmungen können nur schriftliche Anmeldungen mit Angabe von vollständigen Namen und Adressen sowie der Angabe der Personenzahl berücksichtigt werden.

Die Hausbesitzer bitten darum, sich möglichst für zwei alternative Uhrzeiten anzumelden, „da wir aufgrund der aktuellen Corona-Vorschriften nur kleine Gruppen durch das Denkmal führen können und so ein wenig mit den Uhrzeiten jonglieren müssen“. Leider sei die Teilnehmerzahl insgesamt begrenzt. Mitzubringen sind eine Mund-Nasen-Maske pro Person und jeweils festes Schuhwerk.

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Die Bauherrschaft, bestehend aus Sara Kajak und Holger Knebel, hat im November vergangenen Jahres mit der denkmalgerechten Sanierung des Burgkellers begonnen. Zuvor hatte das knapp 800 Quadratmeter große Haus zehn Jahre lang leer gestanden.

Insgesamt wurden 140 Tonnen an diversen Baumaterialien abgerissen und entsorgt. Historische Wände und Böden kamen zum Vorschein. Das Baujahr konnte durch dendrologische Proben auf das Baujahr 1584 festgelegt werden. In dem Gebäude entstehen nun vier Wohnungen und im Gewölbekeller soll wieder eine Gastronomie etabliert werden, wie Kajak und Knebel mitteilen.

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