Dass sich Stadträte aus Meersburg darüber mokiert hätten, die kleineren Verbandsmitglieder wie Stetten oder Hagnau schröpften den Verwaltungsverband oder seien gar ohne den großen Meersburger Partner gar nicht existenzberechtigt, konnten Bürgermeiser Daniel Heß und seine Räte nicht nachvollziehen. Heß sagte, er sei „geschockt“ gewesen, solch abwertende Aussagen vom Meersburger Ratstisch zu lesen. „Dass wir ohne Meersburg keine Existenzberechtigung haben, ist Unfug“, unterstrich Heß. Ferner verwies er auf Synergieeffekte.

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Auch sein Amtskollege und GVV-Vorsitzender Robert Scherer hatte das in der Meersburger Ratsdebatte bereits getan. Heß appellierte nun an seine Ratskollegen, sachlich zu reagieren, wenn die, von einem unabhängigen Büro ermittelten Zeitbedarfe und Kosten, demnächst bei ihnen zur Abstimmung auf dem Tisch lägen. Von Tobias Heiß (FWV) nach dem „Stein des Anstoßes“ gefragt, erklärte der Bürgermeister, es sei unter anderem um Vereinbarungen über Ausführung und Finanzierung des GVV allgemein wie auch um einen behördlichen Datenschutzbeauftragten für die Verbandskommunen gegangen.

Kammerer: Stetten zahlt für Arbeit

Der Freie Wähler Jürgen Kammerer zeigte sich wie der Schultes verwundert und meinte, die Arbeit werde in der Tat von Meersburger Seite geleistet, aber Stetten zahle doch dafür. Nicola Barth (CDU) merkte an, es seien nur einige wenige Meersburger Gemeinderäte, die sich immer wieder gegenüber dem GVV stellten. Heß betonte die positiven Aspekte der Verbandszusammenarbeit und meinte: “Wir sollten den Verband als Familie sehen.“

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