Der umgebaute Parkplatz am Bleichleplatz an der Daisendorfer Straße ist Thema gleich mehrerer Wortmeldungen unter dem Punkt „Verschiedenes“ im Ausschuss für Umwelt und Technik gewesen. Markus Waibel (FWV), selbst Anwohner, sprach auch im Namen seiner Nachbarn und monierte, dass das „staubige Loch nicht mehr erträglich“ sei. Man wolle von der „Sahara“ befreit werden, er habe bereits mit Bauhofmitarbeitern gesprochen. Es gebe Mittel zur Staubbindung. Bauamtsleiter Martin Bleicher bestätigte eine erhöhte Staubentwicklung in den ersten Monaten, bis der Boden sich verfestigt habe. Er schlug tägliches Wässern als Lösung vor.

Staub belästigt auch die Anwohner rings um den Bleichleplatz.
Staub belästigt auch die Anwohner rings um den Bleichleplatz. | Bild: Lorna Komm

Vorschlag: Vier Parkplätze weg und Einbahnregelung

Wiederholt griff Michael Dörr (FDP) die gefährlichen Fahrmanöver der Parkplatzsuchenden auf. Bereits in der vergangenen Gemeinderatssitzung hatte er den Vorschlag aufgebracht, vier Parkplätze zu entfernen und eine Einbahnreglung zu schaffen. „Es ist ein Wunder, dass da nichts passiert“, meinte Dörr. Bürgermeister Robert Scherer antwortete, dass er damals die Anregung schon aufgenommen habe. Der Gemeindevollzugsdienst beobachte die Situation auf dem Parkplatz und sobald es eine Rückmeldung gebe, werde weiter entschieden.

„Situationen spannender als manch ein Fernsehkrimi„

Monika Biemann (Umweltgruppe) unterstützte die Ideen von Michael Dörr. „Es muss dort dringend etwas passieren.“ Die Situationen dort seien spannender als manch ein Fernsehkrimi. Weiter machte die Rätin darauf aufmerksam, dass sie schon vor Abriss der Gebäude und Baubeginn der Parkplatzerweiterung angemerkt habe, dass das „Eingangstor von Meersburg“ mit Schatten spenden Bäumen und Büschen hätte begrünt werden sollen. Dahingehend sei nichts passiert.

Hinweisschild auf umliegende Parkplätze sinnvoll

Ebenfalls mit Verbesserungsvorschlägen meldete sich Boris Mattes (SPD) zu Wort. „Die alten Bodenmarkierungen sind noch zu sehen und werden zugeparkt.“ Diese Markierungen sollten entfernt werden, damit verdeutlicht werde, dass der „Zipfel“ Richtung Fahrradstellplätze frei bleiben muss. Zudem schlug er ein Hinweisschild auf die umliegenden Parkplätze vor. „Den fremden Autofahrern ist nicht klar, dass es andere Parkplätze in der Nähe gibt.“

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Bauamtsleiter erhofft sich Entspannung durch neues Fähreparkhaus

Bauamtsleiter Martin Bleicher versprach: „Wir werden an das Thema ran gehen.“ Der Umbau zum Parkplatz sei keine „Designerlösung“. Er sei schnellstmöglich realisiert worden, um den notwendigen Parkplatzbedarf zu decken und den Geldfluss zu generieren. Er hoffe auf Entspannung, wenn ab Freitag das Fähreparkhaus geöffnet sei.