Mit den Sanierungs- und Neubaumaßnahmen für den Wasserhochbehälter Trielberg, die die Stadt rund 1,2 Millionen Euro kosten sollen, hat der Gemeinderat das Stadtwerk am See als Generalunternehmer beauftragt. Dass die Sanierung des Hochbehälters in etwa eine Millionensumme verschlingen würde, wussten die Gemeinderäte bereits seit 2017, als ihnen das Stadtwerk die erforderlichen Maßnahmen erstmals erläuterte.

Teile der Anlage stammen noch aus dem Jahr 1929

Damals waren die Ausgaben dafür auf grob 926 000 Euro geschätzt worden. Alle Kommunen, die Wasser aus dem Behälter bezogen, trügen die Kosten mit, bestätigte Kämmerin Heike Sonntag auf Nachfrage von Peter Schmidt (CDU). Teile der Anlage stammen noch aus dem Jahr 1929. Das Zugangsgebäude, das unter Denkmalschutz steht, datiert von 1926. Es bleibt erhalten und wird unter anderem von einer Stahlbetontrennwand stabilisiert, der Überbau zudem mit einer Stahlbetonwand gesichert.

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Was die Wasserbehälteranlage angeht, wird die alte Wasserkammer mit zwei Behältern à 250 Kubikmeter – mit Ausnahme des Bereichs unterm alten Zugangsgebäude – komplett abgebrochen. Stattdessen entsteht eine neue Wasserkammer mit 750 Kubikmetern, die in L-Form um das denkmalgeschützte Bediengebäude gebaut wird. Die bestehende, neuere Wasserkammer von 1966, die ebenfalls 750 Kubikmeter fasst, wird saniert.

Detail des Hochbehälters, das das Meersburger Stadtwappen zeigt, gehalten vom „Wilden Mann“ und von der „Wilden Frau“.
Detail des Hochbehälters, das das Meersburger Stadtwappen zeigt, gehalten vom „Wilden Mann“ und von der „Wilden Frau“. | Bild: Sylvia Floetemeyer

Von außen wird man nichts sehen

Thomas Müller vom Stadtwerk erläuterte die Maßnahmen. Man wolle im Winterhalbjahr mit den Arbeiten starten und erst die eine, danach die andere Kammer angehen, sagte Müller auf Nachfrage von Martin Brugger (CDU). Müller versicherte Alexandra Mahl (Umweltgruppe), vom Neubau, der komplett unter der Erde entstehe, werde man von außen nichts sehen. Die Anlage Trielberg solle auch nach der Maßnahme, wie derzeit, „wieder ein Aussichtspunkt sein“. Markus Waibel (FW) hakte nach: „Wie ist denn künftig der Blick von hinten?“ Müller: „Sie sehen das Gleiche wie vorher.“ Waibel schlug vor, man sollte noch nachfragen, ob es für das denkmalgeschützte Zugangsgebäude eventuell Zuschüsse gebe.

Ein weiteres  Detail des Hochbehälters, vielleicht das Konterfei einer Wassernixe?
Ein weiteres Detail des Hochbehälters, vielleicht das Konterfei einer Wassernixe? | Bild: Sylvia Floetemeyer