„Wein vergoldet jeden Tag“, mit diesen Worten eröffnete die frisch gebackene badische Weinprinzessin Katharina Kammerer am Samstagmittag das 33. Winzerfest in Meersburg. Es waren genau dieselben Worte, mit denen sie das Fest 1455 Tage zuvor auch als Bodensee-Weinprinzessin eröffnet hatte. Die 26-Jährige aus Stetten war erst eine Woche zuvor in Freiburg zur badischen Weinprinzessin gewählt worden und hatte ihren ersten offiziellen Auftritt vor der eigenen Haustüre.

Sichtlich stolz war Martin Frank, Geschäftsführer des Winzervereins Meersburg, dass ausgerechnet er die Ehre hatte, als erster die neue badische Weinprinzessin zu begrüßen. Außerdem übernahm er mit ihr, dem stellvertretenden Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Meersburg, Heiko Herp, und Bürgermeister Robert Scherer die Eröffnung. „Es freut mich, dass schon zum Beginn des Winzerfestes so viele Besucher hier sind“, sagte Scherer bei seiner Premiere. Für das obligatorische Pressebild stieß dann auch noch Gerhard Möhrle, Festwirt der Stadtkapelle Meersburg, mit dem Quartett an.

Im Anschluss war der Ausschank bereits in vollem Gange. Außerdem ging es gleich zur ersten Kellerführung durch den Winzerverein, bei dem es eine rege Beteiligung gab. Martin Frank ließ es sich nicht nehmen, die erste Führung persönlich zu übernehmen. Dabei erklärte er ausführlich, was mit den Trauben passiert, wenn sie angeliefert werden, bis zur Abfüllung in die Flaschen und den Verkauf nebenan. Musikalisch sorgten die Musikvereine Ittendorf, Nußdorf und Kluftern für Stimmung.

Am Sonntag ließen sich die Gäste durch den Nieselregen nicht abhalten, das Winzerfest zu besuchen. Zum Auftakt spielte die Stadtkapelle Meersburg. Magdalena Malin, die badische Weinkönigin 2016/2017 aus Meersburg, die zum einen ihren aktuellen Königinnen-Wein präsentierte und zum anderen von der Wahl zur Deutschen Weinkönigin Ende September berichtete, übernahm die Eröffnung. Später spielten noch die Musikvereine Daisendorf/Stetten und Baindt.

„Es war ein grandioses Winzerfest“, resümierte Winzerverein-Geschäftsführer Martin Frank. „Unter anderem, weil es ein perfektes Weinfest-Wetter war.“ Außerdem sei es friedlich und ruhig geblieben. Samstagnacht leerte sich gegen 2 Uhr der Festplatz. Auch die Kellerführungen vom Winzerverein wurden sehr gut angenommen. „Außerdem war der Weinbrunnen so beliebt wie noch nie“, berichtete Martin Frank. „Das lag sicher auch an der Berichterstattung vom SÜDKURIER.“

Die frisch gekürte Badische Weinprinzessin Katharina Kammerer. Bild: Reiner Jäckle
Die frisch gekürte Badische Weinprinzessin Katharina Kammerer. Bild: Reiner Jäckle | Bild: Reiner Jäckle

"Es war für mich eine Herzensangelegenheit"

Eine Woche nach ihrer Wahl zur badischen Weinprinzessin eröffnete Katharina Kammerer aus Stetten mit ihrem ersten offiziellen Auftritt das Meersburger Winzerfest. Anschließend sprach sie mit dem SÜDKURIER.

Frau Kammerer, wie war es, das Meersburger Winzerfest als badische Weinprinzessin zu eröffnen?

Es war sehr schön, denn das Winzerfest gehört für mich in meinem jährlichen Terminkalender einfach dazu. Im vergangenen Jahr war ich sogar in der Organisation dabei.

Dann haben Sie ja einen persönlichen Bezug zum Fest.

Es war für mich tatsächlich eine Herzensangelegenheit.

Wie sieht Ihr Terminkalender in den kommenden Wochen aus?

Ganz genau weiß ich das noch gar nicht. Ich werde aber diese Woche bereits sehr viel unterwegs sein.

Haben Sie einen Lieblingswein?

Eigentlich trinke ich fast alle Weine. Bei mir kommt es auf die Stimmung an. Er sollte allerdings eher trocken oder halbtrocken sein und meistens ist er weiß.

Fragen: Reiner Jäckle