Der Gemeinderat stimmte geschlossen für die Aufstellung eines qualifizierten Mietspiegels 2020 im Rahmen eines kreisweiten Kooperationsmodells. Tatsächlich beteiligen sich erstmals alle 23 Gemeinden des Bodenseekreises an dem Gemeinschaftsmodell. Letzteres wurde von der Wohnraumallianz als Vorzeigemodell aufgegriffen und kann für 2020 nun mit einem Zuschuss von maximal 50 000 Euro rechnen, erläuterte Hauptamtsleiter Steffen Lebherz.

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Die Erstellung sämtlicher Mietspiegel im Kreis, die unter der Leitung der Stadt Friedrichshafen erfolgt, soll insgesamt rund 140 000 Euro kosten. Auf Meersburg kämen maximal 6000 Euro zu, eher weniger, sagte Lebherz auf Nachfrage aus dem Rat.

Übersicht über ortsübliche Vergleichsmiete

Meersburg hatte 2016 erstmals einen qualifizierten Mietspiegel aufgestellt und diesen 2018 turnusgemäß aktualisiert. Ein Mietspiegel ist eine Übersicht über die ortsübliche Vergleichsmiete. In der Vergangenheit hatte es im Rat große Zweifel an der Nützlichkeit eines solchen Instruments gegeben. Werner Endres (CDU) hält es nach wie vor für überflüssig. Denn, so seine Ansicht: „Da hält sich doch keiner dran.“

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Boris Mattes (SPD) meinte hingegen: „Wir brauchen den Mietspiegel ganz dringend.“ Etwa als Richtschnur für Mieterhöhungen, bei Unterhaltsberechnungen, Versteigerungen, Kreditgenehmigungen oder auch zur Berechnungsgrundlage für eine Sozialquote bei Wohnungsbauten sowie für die Einräumung von Belegungsrechten, wie sie Mattes in der jüngsten Ratssitzung erfolglos vorgeschlagen hatte.