Der Funken am Höhenweg beim Parkplatz Töbele wird in diesem Jahr schon am Samstag und nicht wie bisher am traditionellen Funkensonntag angezündet. „Personalmangel“, gibt Kai Bauhofer, Chef der Funkenbuben als Hauptgrund für diese Entscheidung an. „Es nimmt sich fast keiner mehr auf der Arbeit den Montag frei, um den Funkenplatz aufzuräumen“, meint Bauhofer. Nur drei oder vier Mitglieder würden erfahrungsgemäß montags helfen. Deshalb sei in Absprache zwischen den Funkenbuben und dem Narrenrat die Entscheidung gefallen, den Funken versuchsweise vorzuverlegen.

Die Statik des Funkens ist auch ein gutes Stück Erfahrung aus vielen Jahren: Der stabile Unterbau besteht aus alten, trockenen Paletten, diese ermöglichen auch eine gute Luftzufuhr, die für einen effektvollen Abbrand sorgen. Dies ist ein Foto aus dem Jahr 2017.
Die Statik des Funkens ist auch ein gutes Stück Erfahrung aus vielen Jahren: Der stabile Unterbau besteht aus alten, trockenen Paletten, diese ermöglichen auch eine gute Luftzufuhr, die für einen effektvollen Abbrand sorgen. Dies ist ein Foto aus dem Jahr 2017. | Bild: Komm, Lorna

„Bis jetzt hat sich noch niemand bei mir beschwert“, sagt Bauhofer, der seit mehr als 15 Jahre am Aufbau beteiligt ist. Der Samstagstermin biete zudem auch für die Zuschauer einige Vorteile. Zum einem für die, die gerne länger am Feuer verweilen möchten, aber auch für Familien mit kleinen Kinder, welche am Montag in die Schule und den Kindergarten gehen. Zudem wurde auch die Uhrzeit des Anzündens, von 19 Uhr auf 18.30 Uhr um eine halbe Stunde vorverlegt. „Viele Zuschauer kommen im Anschluss an einen Spaziergang bereits zu Kaffee und Kuchen“, erklärt der Funkenchef, wenn der Funken früher beginne, sei die Zeit dazwischen nicht so lang.

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„Als weitere Neuerung möchten wir aus Umweltschutzgründen darum bitten, eigene Tassen oder Becher mitzubringen“, fügt Bauhofer an. Ansonsten bleibe alles wie gehabt. Es gibt neben Kaffee und selbstgebackenen Kuchen der Funkenmädels, die traditionelle Funkenwurst, Glühwein sowie kalte Getränke.

Jugendliche können jederzeit vorbeischauen

Auch das Scheibenschlagen werde wie gewohnt durchgeführt. Da die Funkenbuben altersmäßig inzwischen eher keine Buben mehr seien, wie der knapp 30-jährige Kai Bauhofer lachend zugibt, könne jeder interessierte Jugendliche ab zehn Jahren am Wochenende auch gerne bei der Gruppe vorbeischauen. „Es kommen jedes Jahr nur etwa zwei junge Leute nach“, da sei noch Bedarf an tatkräftigen jungen Menschen, sagt der Funkenchef und weist auf den guten Zusammenhalt in der Truppe und auch auf den Spaßfaktor neben der Arbeit hin: „Es ist ein tolles Gefühl, nach der erbrachten Leistung neben dem fertigen Funken auf den See hinab zu schauen.“