„Über die B-31-neu-Planung bin ich recht frustriert“, sagte Gemeinderat Jürgen Kammerer (FWV), der den Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ nutzte, um seinem Unmut über den Planungsstand für eine neue Trasse zwischen Meersburg und Immenstaad Luft zu machen. Nach dem öffentlichen „Blick in die Planungswerkstatt“, einer Veranstaltung, bei der das Regierungspräsidium den aktuellen Stand vorgestellt hatte, sei er sehr enttäuscht, sagte er.

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„Ich bin mit dem Ergebnis für Stetten nicht zufrieden und hoffe, die Bevölkerung wacht noch rechtzeitig auf und wehrt sich.“
Jürgen Kammerer, FWV

Es habe sich herauskristallisiert, „dass die Variante C.1.1 für die Planer tot ist“. Stattdessen gehe es in Richtung einer Südumfahrungstrasse mit teilweiser Untertunnelung plus Lärmschutzwand für Stetten. „Das ist nicht erbauend“, befand Kammerer. Aus seiner Sicht stelle die Tunnelvariante über 300 Meter eine „Billiglösung“ dar. Schöner fände er eine Galerie.

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„Ich bin mit dem Ergebnis für Stetten nicht zufrieden und hoffe, die Bevölkerung wacht noch rechtzeitig auf und wehrt sich“, sagte Kammerer. Ende Juli hatte der Rat eine Resolution pro Nordumfahrung initiiert, der sich das gesamte Gremium angeschlossen hatte.

Bürgermeister: Anliegen der Bürger in Süd- und in Nord-Stetten im Blick behalten

Bürgermeister Daniel Heß gab dem langjährigen Gemeinderat teilweise recht. Auch er sei aus der Veranstaltung Ende Oktober frustriert hinausgegangen. Heß bekräftigte, er setze sich nach wie vor für die Hinterlandtrasse C.1.1 ein. Gleichzeitig betonte er: „Ich bin aber Bürgermeister für Süd- und Nord-Stetten.“ Er müsse die Belange aller Bürger mit einbeziehen.

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Heß betont: Bisher gibt es keine verbindlichen Beschlüsse

Was die von Kammerer angesprochene, angeblich favorisierte Südumfahrung angeht, konnte sich Heß eine Kombinationslösung aus Tunnel und Galerie grundsätzlich vorstellen. Der Bürgermeister betonte, es handle sich bislang ausschließlich um Mutmaßungen, solange keine verbindlichen Beschlüsse gefasst seien.

Martin Frick (CDU) meinte, es gebe nicht die eine richtige Trasse. Die Planungsbehörden seien gefordert, eine Trassenführung zu finden, die die geringsten Negativauswirkungen auf Mensch und Umwelt habe.