Die Freiwillige Feuerwehr Meersburg hat sich mit einem Empfang im Feuerwehrhaus bei den Spendern bedankt, die zur Anschaffung der neuen Tagesdienstuniform beigetragen haben. Die Tagesdienstuniform als dritte Bekleidungsform neben Schutzausrüstung und Ausgehuniform ist keine verpflichtende Ausstattung der Wehr. Getragen wird die Dienstkleidung unter anderem bei Sicherheitswachdiensten, Open-Air-Konzerten oder Fortbildungen, erläuterte Feuerwehrkommandant Hartmut Schucker. Bisher seien bei solchen Anlässen private T-Shirts und Hosen in unterschiedlichen Farbschattierungen getragen worden.

Die Tagesdienstuniform sorge neben einem einheitlichen Erscheinungsbild gleichsam für die "Stärkung des Wirgefühls ohne Klassenunterschiede", begründete Schucker die Überlegungen zur Anschaffung der in ganz Baden-Württemberg einheitlichen blauen Uniform. Da die Wehr in den vergangenen Jahren gute Unterstützung durch die Stadt Meersburg und den Gemeinderat erhalten hat, wollte man durch den Spendenaufruf auch ein Zeichen an die Gemeinde setzen und "nicht schon wieder die Hand aufhalten", sagte Zugführer Matthias Wochner.

Die angesprochenen Unternehmen, Hotels und Bürger standen dem Anliegen der Feuerwehr äußerst positiv gegenüber, "zu keinem mussten wir zweimal kommen", betonte der Kommandant. "Das beweist, dass in Meersburg Geschäfts- und Privatleute der Feuerwehr nicht nur durch Worte, sondern auch durch Taten zugetan sind", dankte Schucker und führte an: "So viel Engagement muss nach außen getragen werden." Unter den Gönnern waren auch Betroffene, die die Hilfe der Feuerwehr bereits in Anspruch nehmen mussten: Erich Geiger, in dessen gleichnamigen Fischverarbeitungsbetrieb im Vorjahr zwei Industriefritteusen in Brand gerieten. Innerhalb kurzer Zeit konnte – mit Unterstützung der Nachbarwehren – das Feuer unter Kontrolle gebracht werden. Sowie Michael Meier, geschäftsführender Gesellschafter der Werbeagentur Schindler Parent, deren Garage in der Uferpromenade bei Starkregen im Sommer geflutet wurde. Das Wasser drohte in die darüber liegenden Büros einzudringen "Wir standen kurz vor dem Totalausfall der IT", bestätigte Meier.

Nach der feierlichen Scheckübergabe hatten die Spender die Gelegenheit, die Fahrzeuge und Materialien zu begutachten.
Nach der feierlichen Scheckübergabe hatten die Spender die Gelegenheit, die Fahrzeuge und Materialien zu begutachten. | Bild: Lorna Komm

Weil die Feuerwehr ohne Genehmigung keine Spenden annehmen darf, überreichte Bürgermeister Robert Scherer den Spendenscheck in Höhe von 6350 Euro. Er lobte die "Vorzeigefeuerwehr", die so eine tolle Mannschaft stelle, während andere Wehren Nachwuchsprobleme hätten. Scherer begeisterte sich über die "Anerkennung und Wertschätzung", die sie durch die Bürger erhielten.

Wochner gab noch einen Überblick über die aktuellen Zahlen der Meersburger Wehr. Die Kindergruppe und die Jugendgruppe verzeichnen momentan jeweils 19 Mitglieder. Derzeit seien es 74 aktive Feuerwehrmitglieder, damit sei die Wehr "gut aufgestellt". Bei 80 bis 100 Einsätzen im Jahr würden etwa 1200 Stunden geleistet, dazu kämen von den unterschiedlichen Abteilungen noch 90 Übungen mit 3300 Übungsstunden.

Spender

Konzept Informationssysteme, Erich Geiger Fischhandel und Produktion, CRS Prüftechnik, Schindler Parent, Hotel "Zum Schiff", Hotel "Residenz am See", Gasthof "Zum Bären", Familie Naeßl-Doms, Familie Günther und Ute Schuler, Eheleute Morin, Axel Purgold, Boris Mattes sowie weitere Spender, welche nicht genannt werden möchten.