Eine "problematische Geografie und die Koordination der Wehren", waren laut Kommandant Hartmut Schucker die Herausforderungen der gemeinsamen Übung der Freiwilligen Feuerwehr Meersburg in Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Bermatingen-Ahausen.

Verletze müssen mittels Trage den Berg hinuter gebracht werden. Bild: Lorna Komm
Verletze müssen mittels Trage den Berg hinuter gebracht werden. Bild: Lorna Komm

Das Übungsobjekt im Kirchweg 3a in Baitenhausen liegt an einem steilen Berg, die Zufahrt ist eng und gewunden. Ute Martin, deren Familie das Anwesen gehört erzählt: "Früher, mit schmaleren Fahrzeugen, ist man noch gut hochgekommen. Für die heutigen Fahrzeuge ist die Zufahrt durch das herausragende Dach und den gegenüberliegenden Palisadenzaun zu eng." Sie weiß, wovon sie spricht, ihr Mann und ihre drei Kinder sind Mitglieder der Feuerwehr. Deshalb habe man in Absprache mit Ortsvorsteher Achim Homburger des Anwesen als Übungsobjekt vorgeschlagen. Tatsächlich muss das große Meersburger Drehleiterfahrzeug mehrfach rangieren, um im richtigen Winkel die Schmalstelle zu überwinden. Dies ist auch nur in Rückwärtsfahrt möglich. Weitere Fahrzeuge blieben im unteren Bereich, die Löschfahrzeuge der Nachbarwehr stellten sich oberhalb des Objekts am Schloßbühlweg auf. Baitenhausen und Schiggendorf liegen eigentlich nicht auf der Gemarkung der Bermatinger Wehr, aber um die Hilfeleistungsfrist zu gewähren, würde man in diesem Bereich zusammenarbeiten und die Nachbarwehren werden automatisch alarmiert, erklärt Schucker.

Nur rückwärts kommt das Drehleiterfahrzeug den schmalen und gewundenen Berg hinauf. Bild: Lorna Komm
Nur rückwärts kommt das Drehleiterfahrzeug den schmalen und gewundenen Berg hinauf. Bild: Lorna Komm

Der Bermatinger Kommandant Jürgen Gutemann bestätigt, dass ihre Anfahrt vier Minuten kürzer sei. Wegen der Hanglage müssen Gerätschaften zu Fuß hinauf geschafft und die Verletzen mittels Trage zur Basis der schnellen Einsatztruppe des Deutschen Roten Kreuz unter Leitung von André Maier runter transportiert werden. Das Übungsszenario sah aufgrund eines technischen Defektes einen Brand im Dachgeschoss vor. Sechs Personen mussten über Gaupen-Fenster und den Balkon gerettet werden. Schucker und sein Einsatzleiter Thomas Schmäh sind zufrieden mit dem Ablauf der Übung: "Alles im grünen Bereich. Von der Alarmierung bis zur Rettung der letzten Person sind 30 Minuten vergangen, das passt."