Winzermeister Peter Krause lädt zum Gespräch in die hellen Verkaufsräume im Neubau neben der familiengeführten Gaststätte „Zum letzten Heller“. Das kleine Weingut habe er von seinem Onkel übernommen und modernisiert.

Winzermeister und Gastronom

„Ich habe eine Leidenschaft für Wein“, sagt der Winzer und meint damit auch das Herzblut, das in den Anbau der Reben fließt. Er empfindet die Arbeit in der Gastronomie und der Landwirtschaft nicht als Last. „Ich kann bei der Arbeit, wenn ich ganz alleine in den Reben stehe und über den See schaue, gut entspannen“, sagt der Familienvater.

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Und auch die Arbeit im Gemeinderat mache er gerne, sie mache ihm Spaß. Er sei schon in jungen Jahren an der Kommunalpolitik interessiert gewesen. Auslöser dafür, selber einzusteigen, seien die Diskussionen um den Ausbau der B 31 gewesen. „Immer nur schimpfen, das geht nicht, man muss das erst mal selber ausprobiert haben“, habe er sich damals gedacht. Herbert Abfall und Michael Gilowsky hätten ihn gefragt und so zog er dann für die Umbo in den Gemeinderat.

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Kurz bedauert er, dass Gilowsky nicht mehr zur Wahl antritt. „Unser langjähriger Fraktionssprecher hat sich immer so in den Haushalt reingekniet und auch sonst war er wie ein wandelndes Lexikon“, beschreibt er kameradschaftlich seinen Ratskollegen. Krause ist gerne Ratsmitglied.

Inzwischen wird ein „sehr offener Umgang“ gepflegt

„Ich finde es schön, dazu beitragen zu können, dass die Lebensqualität der Stadt erhalten bleibt“, sagt der Geschäftsmann, dem der Standort auch eine hervorragende Ausgangslage für seinen Betrieb biete. Durch seine Arbeit im Rat könne er „etwas zurückgeben“. Aktuell sei die Stimmung gut und im Gegensatz zu früher, als der Gemeinderat nur „Scheibchenweise informiert wurde“, werde heute seitens der Verwaltung ein „sehr offener Umgang“ gepflegt.

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Die enormen Grundstückspreise und der mangelnde Wohnraum für junge Familien bereiten Krause Sorgen. Klar müsse sich in der Stadt etwas ändern, Wohnraum geschaffen werden, aber bei der starken Nachverdichtung frustriere ihn, „dass die kleinen Grünflächen und die netten Winkel verschwinden“.

Kein Tourismus ohne Landwirtschaft

Wenn alles voll und eng zugebaut werde, habe er Angst, dass in Zukunft das „Wohlfühlen“ verloren gehe. Trotzdem hoffe er, dass in Zukunft auch Flächen für das Gewerbe ausgewiesen werden. Wenn die Landwirtschaft inklusive Wein- und Obstanbau stirbt, stirbt auch der Tourismus, meint der Vermieter von Ferienwohnungen und Gästezimmern.

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Am meisten freue ihn, dass es seit 1999 keine Periode gegeben habe, in der man nicht an Kindergarten und Schule gearbeitet habe. „Es ist wichtig, dass immer junge Familien da sind, damit die Stadt nicht überaltert.“ Aber man dürfe die Position des Gemeinderats auch nicht überschätzen. „Wir sind wie ein Aufsichtsrat für die Sachen, die die Verwaltung nicht allein entscheiden kann“, sagt er.

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Und über sich selber: „Ich bin im Rat eher der Stille, der sich nicht oft zu Wort meldet, aber ganz ehrlich, wenn alle Argumente bereits vorgebracht wurden, warum soll ich das wiederholen?“ Außerdem, so betont er: „Es ist nicht wichtig, wie oft ich was sage. Wichtig ist nur, wie ich abstimme.“

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